Amper-Klinik Dachau massiv in der Kritik

Thomas Zimmerly: Überlebenstraining im Krankenhaus; Im Blickpunkt 15. Dezember

Mit Interesse habe ich Ihren Bericht gelesen. In der letzten Woche wurde ich nach einer intensiven und sorgfältigen Behandlung während mehrerer Tage aus dem Helios Amper-Klinikum Dachau entlassen. Bei meinem Aufenthalt habe ich am eigenen Leib erfahren, dass die Behandlung durch die Ärzte als auch durch die Pflegekräfte von meiner Seite als bestens zu beurteilen ist. Es ist dabei zu erwähnen, daß ausländische Pflegekräfte, mit denen ich zu tun hatte, durchaus freundlich, entgegenkommend und hilfsbereit waren. Ebenfalls habe ich von Freunden und Bekannten, die in der Dachauer Klinik behandelt wurden, bisher nur gute Beurteilungen gehört. Desweiteren ist zu erwähnen, daß man bei dringenden Fällen in der Notaufnahme der Amper- Klinik Dachau sich medizinisch sicher ver- und umsorgt fühlt. Aufgrund dieser meiner Erfahrungen bin ich vom Inhalt des Berichts sehr überrascht. Ein altes Sprichwort sagt: Das beste Krankenhaus ist das, das man nicht braucht. 

Josef Döllner Gröbenzell

Mit dem Wort Überlebenstraining treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Das Beste an diesem sogenannten Lehrkrankenhaus ist das hervorragende Ärzteteam unter der Leitung von Prof. Dr. med. H. G. Rau. War es doch zu Zeiten des Trägers, Helios-Amperklinikum Dachau, ein Vorzeige Krankenhaus, was ich aus Erfahrung bestätigen kann. Den Bericht als PR-Kampagne zu bezeichnen ist schon mutig. Es liegt nicht an den Ärzten, sondern an der Organisation und der Überbelastung des Pflegepersonals. Nur ein Beispiel: Schmerzmittelpumpen, welche nach meiner 2. OP, nicht funktionierten, waren eine unbeschreibliche Tortur, das Personal hatte mit der Bedienung große Probleme. Ich habe eine Zusatzversicherung für ein Einzelzimmer, da ich sehr geräuschvoll schlafe. Ein Einzelzimmer war leider nicht zu bekommen, Kommentar bei der Aufnahme „wir sind kein Hotel“. Ich bekam dann ein Zwei-Bettzimmer, welches ein Durchgangslager war. Alle zwei Tage wechselten die Patienten. Der früher vorhandene Aufenthaltsraum für Patienten ist zwischenzeitlich als Lagerraum umfunktioniert worden, was sehr bedauerlich ist, hätte man doch dorthin flüchten können, wenn während der Mahlzeiten, also beim Essen, den anderen Patienten die Windeln gewechselt wurden. Auch ist zu bedauern, dass die Küche aufgelöst wurde, denn das vor Ort zubereitete Essen war wesentlich besser als die Containerverköstigung. Es ist auch mehr als unhygienisch, wenn mit einem Putzlappen Krankenzimmer und Toilette geputzt werden. Wenn man die Gewinne und die Dividendenzahlungen des Trägers sieht, ist es zu bedauern, dass dieses alles auf Kosten des Pflegepersonals und der Kranken geht. 

Gerhard Lehnert Olching

Mit Entsetzen habe ich diesen Artikel gelesen. Die Patienten werden ungenügend versorgt, sei es bei der Grundpflege, beim Essen oder auch die Reinlichkeit in den Zimmern. Bei einer Krisensitzung im Cafè Gramsci sollen Verbesserungen besprochen werden. Die Politik hat für Patienten und Pflegekräfte eine Fürsorgepflicht. Dies ist dem Landrat Löwl offenbar nicht bewusst, obwohl der Kreis eine Kontrollfunktion für diese Klinik hat. Die Äußerungen von dem Landrat Löwl zeigen mir die Unfähigkeit. M. E. wäre es sinnvoll, wenn mit sofortiger Wirkung der Rettungsdienst grundsätzlich keine Patienten mehr in diese Folterklinik bringt. Den Patienten sind derartige Zustände nicht zuzumuten. Zu verantworten hat dieses Desaster ausschließlich der Klinik-Chef Christoph Engelbrecht. In früheren Jahren hatte das Dachauer Krankenhaus einen sehr guten Ruf. Das ist mit Helius Amper-Klinikum Dachaus vorbei. 

Elisabeth Findeisen Fürstenfeldbruck

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