Kaffeetratsch

Valerie Schönian: „Ziemlich beste Assistenzkraft“; Im Blickpunkt 4. Januar

Dass der behinderte Mensch, Ralf Schmidt, diese Unterstützung bekommt, er pocht auf § 19 der Behindertenrechtskonvention der UN, erstaunt bei aller Fürsorge. Diese großzügige Art, sich gleich von neun Assistenzkräften kostenlos bedienen zu lassen, würde auch einer allein stehenden Mutter gefallen, die schon zufrieden wäre, wenn sie mal ausspannen könnte, ein paar Tage, ohne Kinder, an einem türkischen Strand; all inklusive und zum Nulltarif. Zig Rentner und Rentnerinnen, die am Monatsende nicht mehr wissen, wie sie ihre paar Cent umdrehen sollen und von einem Kinobesuch, geschweige denn von einem Kaffeetratsch nur träumen können, müssen sich beim Lesen dieses Artikels schon als Menschen zweiter Klasse vorkommen. Die Fürsorge, die Ralf Schmidt einfordert - zweimal sogar gerichtlich - und nun bekommt, finde ich maßlos übertrieben. Ich finde es dreist, dass ein, seine Behinderung selbst verschuldeter Mensch, einen Paragrafen zu einer Luxusbetreuung ausreizt, all inklusive und zum Nulltarif.

Richard Birk Freising

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