Leserbriefe

Zuverlässige Energieversorgung

Energiewende: Warum sich Deutschland verrechnet; Im Blickpunkt 14. Oktober

Die Energiefrage ist von zentraler Bedeutung, jeder Haushalt, der öffentliche Verkehr, die ganze Industrie benötigen eine zuverlässige und preiswerte Energieversorgung. Darüber hinaus soll die Energieerzeugung möglichst wenig CO2 freisetzen. Die erneuerbaren Energien setzen zwar kein CO2 frei, sie sind aber weder zuverlässig noch billig und zum Schließen der Lücken bei Dunkelheit und Windstille sind Kohlekraftwerke mit hoher CO2-Freisetzung erforderlich. Den Leser interessiert natürlich: Wie soll es weitergehen? Gibt es eine Möglichkeit Energie zu speichern, etwa mit Pumpspeicherwerken, oder Elektrolyse und Wasserstoffspeicherung, oder Akkumulatoren, oder scheitern diese Möglichkeiten alle an der Riesenmenge an Energie, um die es hier geht? Wie lösen andere diese Problematik. Frankreich und viele andere setzen nach wie vor auf Kernenergie. Wie werden aber die radioaktiven Abfälle gelagert? Schweden zum Beispiel schafft unterirdische Hohlräume in dem der Küste vorgelagerten Basaltsockel. Die Schweiz wollte im Fels der Gebirge Lagerräume bauen, die Pläne scheiterten aber am Einspruch der betroffenen Bevölkerung. Sind die Einwände gegen die Kerntechnik wie Kernschmelze mit Freisetzung von Radioaktivität, Wasserstoffexplosionen durch Erzeugung von Wasserstoff an der heißen Kernschmelze und dadurch Zerstörung des Reaktorbaus und Freisetzung von Radioaktivität (wie in Fukushima) noch gerechtfertigt? Ein Kernkraftwerk moderner Technik vermeidet diese Störungen. Hierzulande wird keine Notiz von dieser Entwicklung genommen. Ist eine erneute Verwendung der Kernenergie in Deutschland denkbar? Eine Lösung aller Energieprobleme erhoffen sich die Kernphysiker von der Kernfusion. Wenn es gelingt, die Energieerzeugung in der Sonne auf der Erde zu meistern, stünde eine Energiequelle zur Verfügung, bei der Treibstoff unerschöpflich vorhanden wäre, kein Gau möglich wäre, keine radioaktiven Abfälle entstünden, kein CO2 entstünde. Leider ist eine Lösung der vielen Probleme bei der Konstruktion eines Fusionsreaktors so schwierig, dass erst in Jahrzehnten mit einem Erfolg zu rechnen ist. Das Thema Energie ist schier unerschöpflich. Der ganz hervorragende Beitrag der Heidelberger Fachleute Dubbers, Stachel und Uwer könnte also weitere Nachfolger haben, die allesamt das Interesse der Leser finden würden.

Prof. Dr. Franz Lappe

Bad Tölz

Es ist nicht Deutschland, das sich verrechnet hat. Es ist das gesamte ideologische Konzept der Klimaschützer, das nicht stimmt, aber von den Politikern umgesetzt werden möchte. Insofern ist überhaupt zu bezweifeln, ob es denn ein realistisches Konzept gibt. Da manche Politiker ihren Visionen folgen und keine andere Meinung gelten lassen, passiert es eben, dass CO2 neutrale Kernenergie verteufelt und stillgelegt wird. Bevor aber das Problem, das dadurch entsteht, gelöst ist, werden weitere Energieerzeuger, diesmal wegen des CO2-Ausstoßes ebenfalls zur Stilllegung gezwungen. Natürlich muss man etwas gegen Erderwärmung tun und das Klima schützen. Aber alleine, weil die Politik viele Jahre verschlafen hat, muss man doch jetzt nicht mit der Brechstange das Klima schützen und die Wirtschaft, damit aber die gesamte Bevölkerung, schädigen. Der Strom kommt zwar aus der Steckdose, auch für die vielen E-Autos, die uns bald beglücken, - aber wie kommt er da rein?? Es könnte möglich sein, dass Ingenieure Wege aus diesem Dilemma finden, wie ein Spitzenpolitiker es glaubt, die Frage ist aber wann. Wir wissen von unseren großen Erfindern, dass oft jahrelange Forschung und Entwicklung erforderlich sind, um große Neuerungen zu erreichen. Schon bei der verstrichenen Zeit für die erforderlichen Stromtrassen die für die Energieversorgung ohne Kernkraft erforderlich sind kann man erahnen wohin der Weg führt. Ich fürchte, dass hier nur realistische Politik nicht zu verkraftende Verwerfungen vermeiden kann. Es geht nicht nur ums Klima, es geht auch um unser Leben in Deutschland. Das sollte nicht vergessen werden.

Wolfgang Vetter

Baierbrunn

Es gibt viele Erdzeitalter. In einem davon lebten die Dinos und die Säbelzahntiger. Mächtige Ungeheuer, aber mit wenig Hirn. Wir sind deren Nachkommen in einer Zeit, die einmal als Zeitalter der Scheinheiligkeit in die Annalen eingehen wird. Vertreter dieser Scheinheiligkeit sind Seehofer und Merkel, Greta und die Grünen. Alle wollen was - aber immer von den Anderen. Ich lese, die Grünen wollen Baulandgrundstücke enteignen. Klar doch – wer selber keines hat! Merkel erklärt: Sie wolle alles zum Wohl des deutschen Volkes tun, lässt ungestraft Millionen Flüchtlinge nach Deutschland und schämt sich nicht zu sagen: Wir schaffen das. Die Klimaneurotiker wollen eine CO2-Steuer einführen, um das Klima zu retten. Gerettet wird aber stets nur der klamme Staatssäckel. Die Grünen verlangen eine Flugscham und fliegen selber zum Eisessen nach USA. Wir schämen uns auch nicht, dem Mädchen Greta Heil bringende Wirkung zuzusprechen, nach dem Motto: Heilige Greta, rette die, die Dieselautos fahren und im Winter ihre Wohnung heizen. Wer in dieser Zeit nicht heucheln kann, hat schlechte Karten. Ich jedenfalls heuchle jetzt nicht und sage: Wir Menschen sind auf der Welt, um die Ressourcen dieser zu verbrauchen. Und glauben Sie: Ich tu das mit Genuss.

Richard Birk

Freising

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