Darauf kam es an

Stefan Sessler und Claudia Schuri: „Jura-Nachhilfe für Flüchtlinge“; Im Blickpunkt 25. Februar

Ein Staatsminister auf Tour, obwohl in Bayern keine Landtagswahl ansteht. Das muss einen besonderen Grund haben. Als Professor der Rechtswissenschaften Flüchtlingen Deutschland bzw. Bayern zu erklären und dabei Themen wie Amtsgerichtspräsident, Gewaltmonopol, Parlamentarismus, konstitutionelle Demokratie usw. zu behandeln geht aus meiner Sicht am Sinn völlig vorbei. Hat dem Herrn Staatsminister vorher niemand gesagt, dass es sich bei den Zuhörern nicht um Studenten der Rechtswissenschaften handelt. Zu derart komplexen Themenbereichen hat doch so mancher Abiturient Probleme, die richtigen Antworten zu finden. Wirklich weiter geholfen hat der Vortrag den Flüchtlingen bei der rechtskonformen Orientierung im Alltagsleben nicht. Aber: Der Bekanntheitsgrad von Staatsminister Bausback, den in Bayern keine fünf Prozent der hiesigen Bevölkerung kennt, dürfte durch den öffentlichen Auftritt etwas gestiegen sein. Darauf kam es vermutlich an.

Irene Stiel Zolling

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