Frau Zschäpe führt das Gericht vor

„Zschäpe will nichts gewusst haben“; Titelseite, Nina Gut: „Ich ergab mich meinem Schicksal“; Im Blickpunkt 10. Dezember

Wie lange lässt sich das Oberlandesgericht diese Volksverdummung noch gefallen. Der Prozess dauert nunmehr schon über 2 Jahre auf Kosten der Steuerzahler. Weiter gekommen ist man kaum. Ich glaube, Frau Zschäpe macht es inzwischen glücklich, dass Gericht vorzuführen. Allein der Befangenheitsantrag gegen ihre Anwälte war schon eine Mutmaßung. Anscheinend geht es ihr in de Untersuchungshaft so gut, dass sie mutwillig die Verhandlungen immer wieder verzögert. Was hat denn das Gericht und die Medien von der Aussage der Frau Zschäpe erwartet? Es war doch klar, dass sie sich nicht belastet, sondern nur Lügen auftischt. Wenn sie nach den Morden die Taten erfahren hat, warum ist sie dann nicht zur Polizei gegangen? Man kann nur hoffen, dass dieses Affentheater bald zu Ende ist.
Klaus Enders
Fürstenfeldbruck

Nirgendwo wird so viel gelogen, wie vor Gericht! Sagt man, wahrscheinlich nicht zu Unrecht. In der vom Anwalt vorgelesenen Aussage übernimmt Beate Zschäpe gerade soviel Schuld und Verantwortung, dass ein daraus zu erwartendes Strafmaß keinesfalls zeitlich ihre bisherige Untersuchungshaft überschreiten wird. Wer sich anderes erhofft hat, dem ist der Vorwurf der Naivität kaum zu ersparen. Vielleicht kommt für die Angeklagte sogar noch eine Entschädigung heraus plus Exklusiv-Vertrag mit einem Verleger. Natürlich, rund 250 Verhandlungstage sind normalerweise purer Stress, doch ein Zusammenleben mit den beiden Uwes war andererseits bestes Training und nachhaltige Abhärtung, um später allerlei Strapazen auszuhalten. Außerdem scheint Untersuchungshaft etwas komfortabler und medienwirksamer zu sein, als in irgendeiner JVA in Vergessenheit zu geraten. Leider lässt sich unser Rechtssystem allzu gern auf solche Absichten ein. Das sichert Arbeitsplätze und anhaltende Aufmerksamkeit. Alles im Namen (und auf Kosten) des Volkes!
Gerd Liebchen
München

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