Streit um Wirken der Homöopathie

Andrea Eppner: Glaubenskampf um Globuli; Im Blickpunkt 1 Februar, Naturheilkunde und Homöopathie; Leserbriefe 2. Februar

Gleich vorweg: Ich bin Heilpraktiker und unterrichte das Fach Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) an der Josef-Angerer-Fachschule für Naturheilweisen in München. Ich arbeite nicht nach den Regeln der klassischen Homöopathie, möchte mich aber zu der in einem Leserbrief aufgestellten These von einer Unterscheidung zwischen Naturheilkunde und Homöopathie äußern. Auch wenn es nicht expressis verbis gesagt wird, wird postuliert, dass sich hier einerseits die Anwendung „natürlicher Mittel“ und anderseits das Hirngespinst Homöopathie gegenüber stehen. Zunächst einmal sollte man „Natur“ im Zusammenhang mit der „Naturheilkunde“ unter die Lupe nehmen. Es gibt keine natürlichen und unnatürlichen Mittel, denn alles, was in der Natur vorkommt, dazu gehören nicht nur die – übrigens bestens in ihrer Wirksamkeit untersuchten und belegten – Pflanzen, Mineralien und Pilze, sondern auch alles, was dem Menschengeist in seinem Erfindungsreichtum entsprungen ist. Schließlich sind auch wir Menschen und unsere Produkte egal, ob es sich dabei nun um ein chemisch definiertes Malariamittel, ein Zytostatikum oder ein homöopathisches Mittel handelt, Teil der Natur. Das kann also mit „Natur“ nicht gemeint sein. In diesem Zusammenhang verwendeten die Denker und Ärzte des Altertums den Begriff „natura“ im Sinn von „Wesen“, das, was eine Sache oder Lebewesen ausmacht und schließlich in seiner individuellen Konstitution sichtbar wird. Jeder Arzt und jeder Heilpraktiker kennt die uralte Regel „Medicus curat – natura sanat“ (der Arzt kümmert sich um den Patienten, seine Natur heilt ihn). Nach mehr als zwei Jahrzehnten Arbeit mit kranken Menschen kann ich bei allem, was mit Heilung zu tun hat, nur an Bescheidenheit und Demut vor den Geheimnissen des Lebens appellieren und vor vorschnellem Urteilen warnen. Heilung kann eben immer nur von der Seele-Körper-Geist-Einheit des Kranken ausgehen, weshalb auch kein Therapeut und kein Heilmittel (es heißt nicht umsonst „Mittel“ also Vermittler, zwischengeschaltetes Agens) einen Kranken heilt, sondern immer nur seine Natur, (griechisch Physis). So ist schließlich alle Therapie (griech. hó therapeútes = der Diener) immer nur Dienst an der natura des Kranken, sozusagen Hilfe zur Selbstheilung. Sogar Jesus behauptete nie, jemanden geheilt zu haben. Er fragt, „willst du geheilt werden?“ und nach geglückter Heilung „Dein Glaube hat dich geheilt. Im Übrigen möchte ich daran erinnern, dass auch viele sogenannte Schulmediziner (auch so ein Null-Begriff: keine Therapieform fällt vom Himmel, jede Form muss geschult und erlernt werden), darunter Fachärzte der verschiedensten Richtungen, ja sogar Veterinärmediziner homöopathische, also wissenschaftlich unbewiesene ergo wirkungslose(?)Arzneimittel verwenden und – erstaunlicherweise durchaus erfolgreich damit arbeiten! Wer heute behauptet, etwas sei unwirksam, nur weil er es mit seinen Mitteln nicht beweisen kann, stellt sich kein gutes Zeugnis aus, denn viele Wahrheiten von heute sind die Irrtümer von morgen. Ob man sich unbedingt auf „wissenschaftliche Erkenntnisse“ im Zusammenhang mit lebendigen Systemen verlassen soll, mag man anhand der „wissenschaftlichen These“ überprüfen, die noch vor wenigen Jahrzehnten (1970er Jahre) Gültigkeit besaß: Die Erde bewegt sich rapide auf eine neue Eiszeit zu. 

Bernd Hertling Grafing bei München

Es ist immer wieder erstaunlich, dass zwischen Schulmedizin und Alternativmedizin (hier Homöopathie) Glaubenskriege ausbrechen müssen. Es wird immer argumentiert, dass es für die Homöopathie keine wissenschaftlichen Belege gibt. Aber das ist nicht richtig. In den hochverdünnten Lösungen und Gemischen ist zwar meist nicht mal mehr ein Molekül der Ausgangssubstanz vorhanden, aber darum geht es nicht, wenn man die Wirkung betrachtet, die offensichtlich in vielen Fällen beobachtet wird. Die Wirkung der Homöopathie beruht auf dem Glauben an die Heilkraft der Tropfen oder Globuli. Und die ist laut klinischen Studien sogar etwas höher als der Placebo-Effekt in der Schulmedizin (z. B. Schmerztherapie). Die Wirkung von Placebo oder Homöopathie beruht auf dem positiven Einfluss der Behandlung, und dem Glauben daran. Das führt unter anderem zu einer Ausschüttung von Neurotransmittern, wie Dopamin oder Endorphinen. Und wir wissen, dass diese viel in unserm Leben bewegen können. Es gibt also eine substanzielle Basis der Homöopathie. Der Unterschied ist nur, dass hier die Wirkstoffe vom Körper selbst gebildet werden (endogene Wirkstoffe), während von der Schulmedizin Wirkstoffe von außen gegeben werden (exogene Wirkstoffe). Im Artikel wurden die körpereigenen Wirkstoffe als Selbstheilungskräfte bezeichnet. Damit stellt sich die Frage, warum sich die beiden Seiten bekriegen müssen? Es wäre doch naheliegend, die Synergie beider medizinischen Behandlungsmethoden zu nutzen, je nach Krankheit und psychischer Veranlagung des Patienten. Wie von Frau Dr. Natalie Grams beschrieben, wäre mehr Zeit des Arztes für seine Patienten sicher eine Möglichkeit, heilende Botenstoffe im Patienten zu stimulieren. Es geht also nicht darum, ob Homöopathie oder Schulmedizin recht hat. Kassen und Gesetzgeber müssten dafür sorgen, dass der Arzt mehr Zeit für den Patienten haben kann. 

Prof. Dr. Peter Buckel Iffeldorf

Als erstes stehen die Fragen. Was ist der Mensch? Woraus besteht er? Was ist das für eine Energie, die ihn erhält. Antwort 1: Der Mensch ist Körper, ist Materie, sonst nichts. Er atmet die Luft, die ihn umgibt, (auch Materie) daraus zieht er die Energie, die er zum Erhalt des Körpers braucht. Oder ist es Antwort 2: Der Mensch hat zusätzlich zu seinem Körper noch feinere Schichten aus Strahlungen, die für die materiellen Augen unsichtbar sind. - Die Kirliansfotografie (ist keine Wärmebildkamera) macht die dem Körper nächstliegende Schicht, auch Aura genannt, sichtbar. Geht man nun dieser Sache weiter nach, entdeckt man Bücher wie: „Messages from Water“ von der Verlegerin Tsuneko Narukage mit Bildern und Erklärungen von Masaru Emoto. Ohne auf dieses und weiteren Büchern näher eingehen zu wollen, gelangt man immer mehr zu der Erkenntnis, dass Alles nicht nur aus Materie besteht, sondern dass jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, selbst Steine und am Ende auch unsere Erde von Strahlungen umgeben, ja durchdrungen sind. Könnte der Mensch Geräte entwickeln, die die Strahlungen sichtbar machen, wäre die Frage der Wirksamkeit der Homöopathie schon fast gelöst. Dass die Homöopathie eben nicht nur auf der körperlichen Ebene wirkt, sondern zuerst auf feineren, uns nicht sichtbaren Ebenen der Ausstrahlungen, ist anzunehmen.’Die Wissenschaft erforscht aber ausschließlich die körperliche, also sichtbare und messbare materielle Ebene und schließt die darüberliegenden Ebenen der Strahlungen aus. Es ist aber hinlänglich bekannt, dass es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, sogenannte unerklärliche Phänomene, und das müssten auch Verfechter der Schulmedizin schon zur Kenntnis genommen haben, sonst würden sie ja nicht weiter forschen. -- Es bleibt daher zu wünschen, dass auch die Wissenschaft eines Tages über ihren eigenen Schatten zu springen vermag und anfängt, das Darüberhinausgehende zu akzeptieren und dann werden Lösungen zum Erkennen dieser Ebenen sichtbar werden und die Menschheit wird einen großen Schritt nach vorne tun können, wovon sie sowieso schon immer träumt. 

Hannelore Kühlmuß Mammendorf

Auch in diesem ausführlichen Bericht des Münchner Merkur zum Thema Homöopathie wird klar, dass es vonseiten der Kritiker der homöopathischen Behandlung nur ein einziges Argument gibt: Homöopathika wirken nicht besser als Placebos (Ärztin Grams), nur das ganze Drumherum wirkt. Dies wurde unter anderem bereits in den vielen Leserbriefen zu dem Bericht des Weilheimer Arztes Lübbers widerlegt, denn Placebo kann nicht bei Tieren und Babys als Einwand dienen, wenngleich das ja die positivste aller Medizinen wäre, da es eine reine Heilung durch den Glauben ist. Traurig ist, dass die Kritiker mangels wissenschaftlicher Beweise auf ganz üble Beleidigungen („jeder Homöopath zweifelt auch irgendwie“ – so Grams) und eine Hetze („Dummheit potenziert sich“ so Lübbers) gegen die Homöopathen zurückgreifen. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass die Homöopathie eine so komplizierte Art der Heilmethode ist und somit nur von wenigen guten Homöopathen erfolgreich angewendet werden kann – das führt zum Neid – und der wiederum zu diesem Hass auf die meist sehr bescheidenen Nachfolger des Arztes Samuel Hahnemann. Es reicht eben nicht nur die schnelle Verabreichung von den Medizinen, für die die Pharmaindustrie am meisten wirbt. Wenn das richtige Mittel gegeben wird, kann die Besserung sogar schon nach 1 Stunde eintreten (z. B. bei mir bei einer schweren Virusinfektion, danach fuhr ich 1 Stunde Auto, ging in den tief verschneiten Wald, suchte einen Christbaum aus und fuhr 1 Stunde lang zurück). Absolut falsch ist die Aussage, dass nur Symptome gelindert werden - das gerade ist bei der Schulmedizin der traurige Fall, weshalb es heißt: Mit oder ohne Medizin dauert eine Erkältung 8 Tage. Hingegen die Homöopathie heilt den Menschen von innen heraus, deshalb geht es schneller und es gibt keinen Rückfall. Ein Drumherum ist selten notwendig, da man von dem Homöopathen, der einen bereits gut kennt, sehr oft bei einer telefonischen Beratung bereits ein Mittel genannt bekommt und als Patient dieses dann oft in der eigenen Hausapotheke zur Verfügung hat.

 Andrea von Beaulieu Marconnay Petershausen

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