Konkreter Betrugsverdacht: Diesel-Razzia bei Opel

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Dialog statt Gewalt

Marcus Mäckler: Der lange Kampf der Katalanen; Im Blickpunkt 5. Oktober

Es scheint, als wären die Katalanen im 16. Und 17. Jahrhundert stecken geblieben. Auch wenn dieser Teil ihrer Geschichte sicher sehr schmerzlich war, wäre es doch an der Zeit sich mit den heutigen Gegebenheiten auseinanderzusetzen und statt auf Konfrontation und Gewalt den Dialog zu suchen. Das gilt für alle Seiten. Aber da spielt der europäische Gedanke scheinbar wieder einmal keine Rolle. Am liebsten wäre jedes Volk und jede Region selbstständig, eigenverantwortlich und nach außen abgeschottet. Flüchtlinge passen bei dieser Denke erst recht nicht ins Konzept. Überall steht die Gier nach mehr im Vordergrund. Mehr Macht, mehr Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen etc. Selbst die Gefahr eines Bürgerkrieges wird dafür in Kauf genommen. Als ob diese immer auf dem Reißbrett stattgefunden hätten. Die Menschen haben leider nichts aus den Kriegen in vergangenen Jahrhunderten und auf der restlichen Welt gelernt. So traurig es ist, die Globalisierung, gegenseitiger Respekt und ein friedliches Miteinander sind nicht einmal im kleinen Europa möglich umso weniger wirklich weltweit. 

Christiane Wittig Karlsfeld

Salomon, der zu sagenhaftem Ruhm gelangte König Israels, bat zu seinem Regierungs-Antritt Gott um ein hörendes Herz. Er ist als der weise Salomon sprichwörtlich geworden, auch sein Reichtum war für sein Volk unfassbar. Sein Tempelbau gehörte zu den sieben Weltwundern der Antike. Seine Rechtsprechung galt als unerhört klug. Seine Regentschaft gilt bis heute als die Blüte des Staates und Volkes Israel. Rajoy – welch ein Gegensatz dazu! Sturer Zentralismus, Aufhebung bereits beschlossener Regionalrechte, hartes Durchgreifen mit unverhältnismäßig brutaler Polizeigewalt statt gewünschtem Gespräch. Unsalomonischer geht’s nicht! 

Franz Leicher Taufkirchen

Das Unabhängigkeitsbestreben der Katalanen offenbart nach dem Referendum in Schottland und vor den Abstimmungen in Norditalien, dass der europäische Einigungsprozess zunehmend eine Entscheidung fordert. Konsequenterweise läuft die Entwicklung auf einen umfassenden Bundesstaat europäischer Regionen hinaus. Auf lange Sicht stehen die Nationalstaaten als Relikte des 19. Jahrhunderts dieser Entwicklung im Wege. Wollen wir einen europaweiten Bürgerkrieg vermeiden, wie er das ehemalige Jugoslawien erschütterte, sollten sich die nationalen Regierungen darauf einrichten, in den kommenden Jahrzehnten abzutreten. Aber davor haben viele Politiker Angst. Darum kommt es auch zum wachsenden Rechtspopulismus. Doch gilt für Europas Staatsoberhäupter und Regierungschefs, was schon Michael Gorbatschow für die alten Sowjetfunktionäre prophezeite: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. 

Dr. Georg Glonner München 

Herr Knipscher schreibt: Polizei gegen Bürger – unvorstellbar. Das passiert jedoch auch in Demokratien wie der unsrigen. Wirklich ausufern wird es, wenn Bürger gegen Bürger kämpfen. In Katalonien befürchte ich genau das. Nach unendlich vielem Leid und Zerstörung wird man irgendwann fragen: Warum eigentlich? War es das Wert? Die Abspaltungsbefürworter rufen nach der EU. EU heißt aber Europäische Union. Brüssel sollte klipp und klar sagen: Nach einer Abspaltung seid Ihr draußen – mit allen Konsequenzen einschließlich Aberkennung der Euro-Währung. Wie bei allen Neuzugängen ist dann ein Bewerbungsverfahren einzuleiten. Ich bin sicher, dass dies viele Abspalter zur Besinnung bringen würde. 

Reinhold Gesser Seehausen

Es mag verständlich sein, dass Spanien die Unabhängigkeit Kataloniens verhindern will und, dass die EU den Brexit für die Briten so teuer wie möglich machen möchte, dennoch ist es falsch. Niemals wird eine homogene EU und in den Bevölkerungen eine innere Verbundenheit entstehen, wenn man mit Gewalt zum angeblichen Glück gezwungen werden soll. Es liegt auch nicht daran, dass nur die Kommunikation besser werden muss und Politiker uns Bürgern die EU und den Euro besser erklären müssen. Die EU muss eine handlungsfähige, Probleme lösende, Bürokratie abbauende und sich auf supranationale Themen, wie gemeinsames Militär, beschränkende Organisation werden. 

Michael Forster Gmund am Tegernsee

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