Bessere Ernährung und mehr Adoptionen

Barbara Nazarewska: Verzweifelt auf dem Weg zum Wunschkind; Im Blickpunkt 21. September

Die Autorin des Artikels hätte durchaus noch einen eigenen Abschnitt hinzufügen können über eine mögliche Einrichtung einer Internetbörse, bei der Mütter, die ihr Kind abtreiben wollen, ihr Kind anbieten. Natürlich kostenlos. Denn das Leben kann man nicht bezahlen. Wie vielen Eltern wäre so geholfen, und wie viele Kinder, die ein Recht haben zu leben, könnten in diese Welt eintreten und das Glück für kinderlose Mütter mitbringen.

 Siegfried Kothmeier Gauting

Ich vermisste und vermisste einen ganz wesentlichen Aspekt der Kinderlosigkeit. Die Ursachen, Mangelzustände im Körper, die schulmedizinisch nicht betrachtet werden. Genau solchen Beschwerden gehe ich in der Gesundheitsberatung auf den Grund. Ein Körper, der nicht täglich rundum mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird, leidet mehr oder minder still an Defiziten und entwickelt diverse Beschwerden, bis hin zu chronischen Krankheiten. Nun herrscht bei uns die Meinung, dass derjenige, der sich „gesund“ ernährt, keinen Mangel leiden kann. Wer definiert „gesund“ und wie? In Deutschland macht dies die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Empfehlungen der DGE sind zum Beispiel eine Ernährung mit 450 bis 600 Gramm Gemüse und Obst (5. Portionen am Tag) und eine Zufuhr an Ballastoffen von täglich mindestens 30 Gramm. Bei den Ballaststoffen bedeutet das im Schnitt zu den 450 Gramm Gemüse und Obst noch 4 bis 6 Scheiben Vollkornbrot, wenn man diese Ballaststoffmenge erreichen will. Nun, allein diese Ausführung lassen schon ahnen, dass sich viele nicht daran halten, halten können oder nicht wissen wie sie „gesund“ definieren sollen, etc.. . Fakt ist, und das sehe ich in meinen Ernährungsanalysen (Auswertung von Ernährungsprotokollen) die zu meiner Beratungsgrundlage gehören, dass bei über 80 % der Kunden Defizite da sind. Der Stoffwechsel braucht eine ausreichende Mikronährstoffversorgung und hängt eng mit der Fortpflanzung und gesunder hormonellen Situation zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der z.T. unterversorgte Körper genau hier einspart und die Fortpflanzung nicht so funktioniert, wie sie sollte, ist groß. Die Fälle, die ich untersuche und berate, sind aber keine notorischen Fastfood-Esser! Banale Vitamine und Mineralstoffe wie Folsäure (B9), Vitamin C oder Magnesium werden durch eine durchschnittliche Ernährung nicht gedeckt. Allein diese genannten 3 führen dazu, dass sich bei einer gesunden jungen Frau ein Mangel aufbauen kann, insbesondere wenn sie vorher mit der Pille verhütet hat, da diese ihrerseits zu einem Mehrbedarf an bestimmten Mikronährstoffen führen kann. Ich hatte selbst einen unerfüllten Kinderwunsch, bis ich mich dem Thema Ernährung widmete. Die Zusammenhänge zwischen einer ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen und einem erfolgreichen Kinderwunsch ist ziemlich klar und unbedingt mit in die Betrachtungsweise der Schulmedizin einzubeziehen. So einfach ist das nicht, aber ein wirklich gut versorgter Körper ist auch mehr in der Lage eine Schwangerschaft auszutragen und eine Befruchtung anzunehmen. So geschah es bei mir. Meine Tochter ist jetzt 15 Jahre alt, und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, war nach Meinung der Ärzteschaft sehr gering, bzw. nicht vorhanden.

 Ursula Schöller Ernährungsberaterin Icking

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