Einfach nur traurig

Thomas Zimmerly: Überlebenstraining im Krankenhaus; Im Blickpunkt 15. Dezember

Im Klinikum Freising ist es auch nicht besser. Überfordertes Pflegepersonal, immer wieder die Aussage, zu wenig Leute usw., und genau das geht auf Kosten alter und pflegebedürftiger Menschen. Meine Mutter (92 Jahre, bettlägerig und dement) wurde dort nur lieblos abgefertigt. Einmal wurde ihr beim Frühstück nicht einmal der Teebeutel ins Wasser gehängt, geschweige denn Tee in die Schnabeltasse eingefüllt. Aber ich bekam mehrfach den Hinweis, dass ich dort am Vormittag nichts zu suchen hätte. Klar, weil man da die Missstände besonders sehen konnte. Auch dauerte es lange, bis volle Windeln gewechselt wurden und meine Mutter wurde dazu im Krankenhaushemd zitternd vor Kälte vor das gekippte Fenster gesetzt, um das Bett zu säubern. Zum Schluss wurde die Aufnahme in der Palliativstation abgelehnt, sie wäre noch nicht so weit. Meine Mutter kam nicht mehr ansprechbar nach Hause und ist dann knapp zwei Tage später verstorben. Freising hat also genau dieselben Missstände wie Dachau, es ist einfach nur traurig. 

Brigitte Scherr Hallbergmoos

Hier möchte ich kurz meinen Aufenthalt im Krankenhaus Dachau vom 12. bis 13. Dezember schildern: Ich musste aufgrund einer plötzlichen Erkrankungen in ein Krankenhaus. Nachdem das Krankenhaus Dachau in letzter Zeit viele negative Schlagzeilen hatte, war mir bei der Einweisung nicht besonders wohl. Meine Bedenken lösten sich allerdings schon in der Notaufnahme in Luft auf. Ich wurde von den Rettungskräften, Schwestern in der Ambulanz, den Ärzten und Schwestern auf der Stroke Unit Station sofort und sehr kompetent behandelt. Auch das Servicepersonal war aufgrund meiner Nahrungsmittelunverträglichkeiten sehr besorgt um mich. Wenn ich nach bestimmten Sachen verlangt hätte, wäre alles möglich gewesen. Die Untersuchung gingen zügig und immer (empfand ich als sehr angenehm) mit Zeitangaben, die letztlich immer eingehalten wurden. Nach meiner Entlassung rief mir sogar die Dame am Empfang noch ein „Alles Gute für Sie“ hinterher. Sicher läuft hier auch mal was schief, aber ich war rundum zufrieden. Vielen Dank!

 Doris Kandziora Altomünster

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