Nockherberg-Nachgesang

Stefan Sessler: Darum macht Mama Bavaria Schluss, Interview mit Luise Kinseher; Christian Deutschländer: Der Sturz des Helden El Marco; Matthias Bieber: Mamas Erbe – wer hat Chancen auf die Rolle?; Im Blickpunkt 2. März

Mama Bavaria Luise Kinseher warnt vor einem Leichtgewicht als ihr Nachfolger. Liebe Luise auch du warst bei deinem Antritt vor acht Jahren ein Leichtgewicht. Es waren auch bei dir einige Auftritte dabei, die schwach oder unter der Gürtellinie waren. Ich möchte auch festhalten, dass dein letzter Auftritt, auch wenn er von allen Politikern höflichst gelobt wurde, in einigen Passagen teilweise darunter war. Die Verantwortlichen werden bestimmt schon einige Kandidaten, als Nachfolger im Auge haben, also keine Sorge von deiner Seite. 

Peter Portner Hebertshausen

In diesem Bericht wurden einige Kabarettisten vorgestellt, die eventuell in Frage kommen könnten, das Erbe von Luise Kinseher anzutreten. Hier kommt für mich nur einer in Frage: Helmut Schleich. Er wäre prädestiniert für die Rolle als Franz Josef Strauß, der vom Toten auferstanden ist und sich das Desaster unserer CSU zur Brust nimmt. Denn ich glaube, dass sich auch bis nächstes Jahr nichts ändern wird, solange CSU/CDU mit Kanzlerin Merkel zusammen kuscheln. Obwohl ich den letzten Auftritt von Luise Kinseher als den Besten empfand, sollte doch jedes Jahr ein anderer die Chance haben, uns zu unterhalten. 

Monika Kotter Hohenlinden

In Deutschland und in Bayern gibt es genug Dinge, die einer Lösung harren und wichtiger als der Nockherberg sind. Doch das es sich um eine tiefverwurzelte Münchner Tradition handelt, hier trotzdem noch eine kleine Bemerkung dazu. Ich bin zwar kein CSUler, doch treuer Derblecken-Fan. Deshalb hat mich dieses Jahr einiges gestört. Die Mama Bavaria war zwar etwas besser als in den 7 Jahren davor, doch immer noch langweilig. Immer nur Seehofer-Söder und Söder-Seehofer reicht nicht für eine Rede. Gut dass sie zurücktritt. Sie soll lieber das machen was sie kann und sich nicht ganz so überschätzen wie in dem Interview. Das Singspiel war ebenfalls recht mau. Bis auf das Abschiedslied vom Zinner/Söder auf den Seehofer war da nicht viel. Was mir aber besonders missfallen hat, war auch hier die Einseitigkeit. CSU und Söder als Deppen und Gauner, auch wenn der Wohnungsverkaufsskandal noch gar nicht bewiesen ist. Dafür eine Werbesendung für die blasse Frau Kohen und den Ich-geh-zum-Lachen-in-den-Keller-Hofreiter im Wahljahr. Die beiden als Regierungspartner in Bayern wäre das letzte was ich mir vorstellen kann. Die Gesprächsrunde danach als Quasselrunde für die Grünen-Vorsitzende war ebenfalls nicht besser. Kurz gesagt war das parteipolitisch höchst einseitig und viel zu sehr darauf bedacht keinem, außer dem Herrn Söder und seinen Kumpels, richtig einzuschenken. Da sehnt man sich die Zeiten zurück, wo die Watsch´n gleichmäßig an alle verteilt wurden und auch mal Politiker wutentbrannt sich darüber beklagt haben. Deshalb liebe Nockherberger seid neutral und traut euch was oder lasst es lieber ganz sein. Eine Tradition die sich von ihren Wurzeln entfernt brauchen wir nicht. Es gibt bereits genug andere Fernsehformate die als Schlafmittel taugen und für Wahlwerbespots ist es noch zu früh. 

Thomas Münch München

Dass Frau Kinseher ihre offen gezeigte persönliche Abneigung gegen Markus Söder thematisieren würde, das war zu erwarten. Dass sie aber nicht davor zurückschreckte, ein bösartiges Gerücht über Schwarzgeld-Machenschaften auf offener Bühne zum Anlass zu nehmen, ihm kriminelle Aktionen „zuzutrauen“, ist unentschuldbar. Das wirklich langweilige Singspiel hat dann auch noch kräftig in die Anti-Söder-Kerbe gehauen, anstatt die vielen wirklich relevanten Problematiken der derzeitigen politischen Lage auf pfiffige und lustige Weise aufzunehmen. Der Gipfel war dann das abschließende Gespräch, in welchem sich eine dauergrinsende Katharina Schulze so richtig profilieren durfte. Eine gute Frage ist, ob dieser Auftritt den Grünen in Bayern nützt. Drei gute Botschaften hat der diesjährige Nockherberg aber doch transportiert: 1. Luise Kinseher, niemals eine Mama und schon gar keine Bavaria, hört auf. 2. Horst Seehofer darf zu Angela nach Berlin. 3. Allen beiden ist es trotz teilweise grenzwertiger Anstrengungen nicht gelungen, zu verhindern, dass Bayern hoffentlich schon nächste Woche mit Markus Söder einen kompetenten, anständigen Ministerpräsidenten bekommt, der sein Land liebt und mit Sicherheit seine ganze - erhebliche - Kraft für unser Bayern einsetzen wird. 

Elisabeth Schulz Valley

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