Luxus für wenige Bürger zahlt die Gemeinde

Stefan Sessler: Das Dorf, das brummt; Im Blickpunkt 22. März

Sie berichten, dass es in Steinhöring 100 Menschen gibt, die den Brummton bzw. die Vibrationen wahrnehmen und darunter massiv leiden. Das stimmt so nicht. Nur 100 Betroffene sind mit Unterschrift dokumentiert, es wurden aber nur wenige Bürger befragt. Wendet man, wie auch bei Wahlen üblich, die Methode der statistischen Hochrechnung an, dann wären von den rund 4000 Steinhöringer Bürgern mehrere hundert betroffen, wenn nicht sogar mehr als 1000 Einwohner. Das ist keine Bagatelle. Und die Aussage von Bürgermeister Hofstetter „Was nix kost is nix wert“ ist nur eine dumme Floskel. Schließlich wurde nur für wenige Steinhöringer eine Querungshilfe der B304 gebaut, die einige zig Tausende gekostet hat. Hier wurde niemand zur Kasse gebeten, hier wird auch keine Querungsmaut erhoben. Und das, obwohl einige Meter weiter östlich eine Fußgängerampel ein sicheres Überqueren der B304 möglich macht. Also Luxus für wenige Bürger zahlt die Gemeinde, für die Gesundheit hunderter Gemeindebürger will man nicht zahlen? Ist das Logik? Übrigens duckt sich der Bürgermeister weg. Meine Frage nach der Rechtmäßigkeit des „Beschlusses“ (zur Kostenbeteiligung der Betroffenen am Gutachten) schweigt er ebenso wie er und der Gemeinderat kein Konzept haben, wie man die Betroffenen, also alle betroffenen Bürger, herausfinden möchte, um ihnen die Rechnung zu präsentieren. Was mag der CSU Chef wohl von seinem Provinzbürgermeister halten?

 Sighart Seidel Steinhöring

Auch interessant

Kommentare