Leserbriefe

Strategien gegen Corona

Andreas Beez: „FFP2-Masken produzieren mehr Infektionen“, Interview mit Klaus Stöhr; Im Blickpunkt,
Katrin Woitsch: Appell der Helfer; Bayern 13./14. November,
Triage in den ersten Kliniken; Titelseite 12. November

Über Triage in den ersten Kliniken in Südbayern hörte man von einem Ärztesprecher: Man werde vereinzelt ältere Patienten nicht mehr in Kliniken verlegen. Es wird auch zu Fällen kommen, wo wir die Patienten zu Hause sterben lassen. Ja geht‘s noch? Am Anfang wurden richtigerweise die älteren Menschen geimpft, man war in großer Sorge um sie und sie sollten deshalb als erste den besonderen Schutz der Impfung erhalten. Jetzt müssen sie zu Hause sterben? Das ist höchst unanständig! Und viele ungeimpfte jüngere Menschen liegen auf den Intensivstationen, sind unbelehrbar und beschimpfen zum Teil auch noch ihre Ärzte und Pfleger. Schmeißt die rabiaten Impfgegner aus den Kliniken! Warum soll die Allgemeinheit noch für diese Menschen bezahlen und nehmt Euch unserer Eltern/Großeltern an.

Ursula Hartmann

München

Ich hatte einen Traum: Alle sind geimpft, und zwar, nicht weil sie endlich in ihre Lieblingskneipe gehen können, sondern aus Rücksicht und Sorge den schwächeren und den älteren Menschen zu liebe. Die ganze Familie trifft sich wieder, sitzt gemütlich zusammen, keiner giftet den anderen an, jeder darf sagen, was er will, der Virus ist vorbei und man spricht wieder über andere Dinge, kann wieder zusammen lachen und sich in den Arm nehmen. Man kann wieder zum Hausarzt gehen mit Husten und Schnupfen, ohne Panikblick der anderen Patienten. Die Politik kann sich endlich wieder um andere wichtige Dinge kümmern, die Querdenker suchen krampfhaft ein anderes Thema um die normale Bevölkerung zu nerven. Der Egoismus, die Rücksichtslosigkeit, der Hass, all diese schlimmen Eigenschaften die extrem zugenommen haben, wandelt sich. Man nimmt andere wieder wahr, Hilfsbereitschaft, Rücksicht und Liebe kommt zurück. Aber leider, alles nur ein Traum, die Wirklichkeit ist so schlimm wie sie vor dem Traum war.

Christine Brummer

Dachau

Jeder von uns trägt zur Herdenimmunität bei. Wir Geimpfte durch unsere Impfung, die Ungeimpften durch ihre Erkrankung. Dabei steht es jedem frei, sich zu entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Unstrittig ist allerdings, dass der Weg über die Erkrankung weitaus langwieriger und gefährlicher ist. Der eigentliche Skandal jedoch ist, dass unser gewinnorientiertes Gesundheitswesen nicht in der Lage ist, eine ausreichende Anzahl von Intensivbetten bei akzeptablen Arbeitsbedingungen und mit angemessener Bezahlung des medizinischen Personals zur Verfügung zu stellen. Der Unfähigkeit unserer Politiker und den Widersprüchen in den Aussagen unserer „Experten“ ist zu verdanken, dass mein Grundrecht der freien Entscheidung zur Zeit darin besteht, mich zwischen Teufel und Beelzebub zu entscheiden.

Klauspeter Wacker

Bad Tölz

Logisch, dass „“2G“ die Pandemie noch anheizt: Will man sie bremsen, müsste man auch Geimpfte testen lassen, zumindest für Disco & Co. Dass die Ausbreitung durch die Impfung kaum gebremst wird, hat eine aktuelle Studie erneut bewiesen (29. Oktober in „the Lancet“). Geimpfte werden priorisiert, obwohl die Impfung nur einen persönlich wirksam schützt. Mit „3G“ konnte die Ausbreitung immerhin noch an Ungeimpften erkannt werden, wenn sie zum Beispiel mit Geimpften zusammenwohnen und mal einen Schnelltest machen. Mit 2G ist auch das entfallen, die Dunkelziffer ist enorm! Immer noch verwechselt man den guten Eigenschutz der Impfung mit der kaum vorhandenen Wirkung gegen die Ausbreitung! Das verbreitete Schweigen über die Fakten bewahrt den Status quo: dass Ungeimpfte beschuldigt werden können und dass suboptimale Maßnahmen beschlossen werden! Ein frischer Schnelltest ist verlässlicher als ein alter PCR-Test. PCR ist zwar empfindlicher, aber meist erst am Folgetag verfügbar. Derweil können sich verborgene Infektionen ausbreiten, das macht die Zusatz-Sicherheit zunichte. Besser verkürzt man die Frist für den Schnelltest von 24 h auf 9 h! Wollte man mit den teuren Tests die Ungeimpften in die Enge treiben? (Natürlich mit dem gegenteiligen psychologischen Effekt)? Oder will man zusehen, wie Dunkelziffer und Pandemie schlimm explodieren und weitere Mutationen entstehen? Ist es Absicht, dass Krankenhäuser überlaufen - dann natürlich mehrheitlich durch Ungeimpfte - und daraus einen Impfzwang rechtfertigen? Jetzt braucht es vielmehr: Wiedereinführung der kostenlosen Tests, Selbsttests zuhause für jeden, und Behebung des verbreiteten D3-Vitaminmangels.

Stefan Reich

Murnau

Das Interview mit Klaus Stöhr zeigt einmal mehr, dass die Corona-Krise schonungslos die Schwachstellen unserer Gesellschaft aufzeigt. So offenbart sie uns auch, dass die Politik im Grunde seit Jahrzehnten keine wirklichen Antworten auf die Fragen und Probleme der Zeit hat, weder die Regierung Helmut Schmidt, noch Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel. Und auch die sehnlichst erwartete Ampel-Koalition hat dazu keine Lösungen. Das liegt daran, dass alle Parteien, besonders aber die SPD, die FDP und auch die Grünen ideologisch in Programmen des ausgehenden 19. Jahrhunderts verhaftet sind.

Dr. Georg Glonner

München

Strategie gegen die Pandemie! 1. Nichtinfizierte vor den Infizierten schützen (alle testen, egal ob geimpft oder ungeimpft). 2. Infizierte müssen in Isolation und nach 5 Tagen ist eine Freitestung möglich (erst nach Negativtestung wieder in die Öffentlichkeit). Zur Zeit werden Geimpfte von den Ungeimpften getrennt. Das ist völliger Quatsch, denn wie wir mittlerweile wissen, können auch Geimpfte infektiös sein. Die Impfung gegen Corona schützt zwar vor schweren Verläufen, kann aber keine sterile Immunisierung herstellen. Das bedeutet für Veranstaltungen und gemeinsame Treffen gilt 1G. Soll heißen: Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte testen. Die negativ Getesteten dürfen rein, die positiv Getesteten müssen nach Hause. Fazit: Effektive Pandemiebekämpfung bedeutet: Infizierte müssen von Nichtinfizierten ferngehalten werden!

Siegmar Unger

Hollstadt


So, nun ist es also so weit, dass die Intensivbetten belegt sind und Menschen mit Herzinfarkten Schlaganfällen oder dringenden Krebs OPs kein Intensivbett mehr bekommen, weil diese zu 90 % mit Impfverweigerern belegt sind. Was sind das für Zustände in Deutschland, das sich für sein Gesundheitssystem feiern lässt. Erklärt das doch mal den Hinterbliebenen! Das Herumgeeiere, allen voran Jens Spahn ist nicht mehr zu ertragen. Warum keine Impfpflicht? Natürlich kann momentan noch jeder selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht. Mitleid empfinde ich mit denjenigen, die mit Krankheiten nicht behandelt werden können, weil kein Intensivbett mehr zur Verfügung steht, mit den anderen, die sich gegen die Vernunft stellenm, habe ich kein Mitleid.

Hans Winkler

Schwaig

Deutsche Hilfsorganisationen appellieren eindringlich. Über Wochen wiederholen sich Aufrufe zur Covid-Schutzimpfung und Appelle an Unentschlossene als notwendiger Akt zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems. Dazu der Hinweis, dass die Freiheit des Einzelnen dort aufhört, wo sie die der anderen Bürger einschränkt.

Die Spanier haben die Appelle wohl verstanden und sind mit einer Impfquote von 80 Prozent und Inzidenzen von circa 40 Vorbild. Auch die italienische Politik hat ihre Hausaufgaben wohl besser gemacht und kann dem besten Gesundheitssystem der Welt, wie man immer wieder hört, zur Vermeidung von Triagen Intensivbetten anbieten. Irgendwas läuft wohl schief bei uns. Vielleicht verschließen sich Gesundheitspolitiker hierzulande zu sehr den wiederholten Münchner-Merkur-Leser-Appellen: Macht endlich wirksame Impfwerbung, führt den „7. Sinn“ wieder ein und hört auf, in den Hauptnachrichten täglich wehrlosen Menschen eine lange Nadel in den Oberarm zu jagen! Das schreckt ab.

Hans-Peter Grünebach

Polling

Wie kommen wir zur inzwischen vorherrschenden Meinung, es steht uns ganz automatisch alles, was machbar ist, zu? Ich bin jetzt annähernd siebzig Jahre alt. Rückblickend erinnere ich mich, als ich in einem kleinen Dorf im Dachauer Hinterland aufwuchs, unmerklich im Laufe von Jahrzehnten gab es immer mehr Angebote auszugehen, Veranstaltungshinweise ganzjährig, auch eine Zunahme des Massentourismus.

Die Erklärung, Ungeimpfte tragen Schuld an den derzeit hohen Inzidenzen, will man den Zahlen glauben, sind diese höher, als zu der Zeit, als es noch gar keine Impfung gab. Wo kommen also selbige Infektionszahlen her?

Vielleicht sollten wir mal einen Denkzettel bekommen, dass man so nicht einfach weiter machen kann. Es existieren (glaube ich zumindest) keinerlei gesicherte Erfahrungswerte, für wie lange der uns propagierte Impfschutz überhaupt anhält.

Müssen wir im ungünstigsten Falle im halbjährlichen Abstand zur Auffrischung? Spielen Resistenzen gegenüber den Impfstoffen in Bezug auf den Erreger etwa auch eine Rolle? Was wäre dann? Nur, weil es mittlerweile mit 3-beziehungsweise 2-G-Regelungen erlaubt ist, muss man nicht zwingend überall mit dabei sein. Das Ansteckungsrisiko trotz erfolgter Impfung im Alltag reicht ohnehin. Im Gegensatz zu gefährlichen Epidemien im Tierreich, wie ASP besitzt der Mensch das Wissen, um Folgen zu bedenken.

Annemarie Reif

Markt Indersdorf

Der Umgangston wird schriller und die Informationen immer dramatischer. Zu wenig Impfungen, Intensivstationen mit Covid Patienten überfüllt usw. Man sollte wieder zu mehr Sachlichkeit und Nüchternheit zurückkehren. Auf den Intensivstationen liegen zu ca. 70 % bis 80% „normale“ Patienten, der Rest sind Patienten die an Covid leiden und eine längere Belegdauer benötigen. Wer sind nun diese Covid Patienten? Wenn hier endlich einmal zuverlässige Daten veröffentlicht würden, nach Alter, Risikogruppen etc. würden die betroffenen Menschen auch mehr auf die Impfung vertrauen. Mit Sicherheit gibt es einige ungeimpfte Junge darunter. Die Mehrzahl hat aber erhebliche Vorerkrankungen, es sei dahingestellt ob mit Covid Infektion als Ersterkrankung oder als Impfdurchbruch. Wer von unseren Politikern hat das Thema „fehlendes Personal für die Intensivpflege“ thematisiert. Es gibt heute ca. 2600 Intensivbetten weniger als noch Anfang des Jahres, es fehlt am Personal! Die Politik hat das Thema bewusst ausgeklammert, denn die Bevölkerung wird es bei entsprechendem Druck mit den Impfungen schon richten. Die heute fehlenden Intensivbetten sind nicht das Allheilmittel, würden aber die Situation auf den Intensivstationen erheblich entspannen, hätte man das entsprechende Personal! Derselbe Druck, der auf die Bevölkerung bezüglich des Impfens ausgeübt wird, sollte von seitens der Politik auf die Pharmahersteller ausgeübt werden um die medikamentöse Behandlung voranzutreiben. An Geld kann es ja nicht mangeln. Anfangs ging von unseren Kindern keine Gefahr aus. Jetzt werden sie 3-mal pro Woche getestet, sitzen mit Mundschutz in der Schule und trotzdem haben sie enorme Einschränkungen im öffentlichen Leben. Der Impfdruck auf die Kinder und Eltern nimmt stark zu. Die psychischen Schäden und die Folgen die daraus entstehen sind noch nicht absehbar. Mein Eindruck ist, dass der Impfdruck bei den Kindern nur dazu benutz werden sollen um die Durchimpfungsstatistik zu verschönern.

Das Verhalten der Politiker ist skandalös, sie machen ihre Hausaufgaben nicht und versuchen die Bevölkerung dafür in Haftung zu nehmen. Wir sollten uns darauf einstellen, dass es mit einer Dritten Impfung nicht getan ist, wir werden uns jedes Jahr eine Auffrischung holen müssen. Um allen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, ich bin 2x geimpft und habe auch bereits den Termin für meine Drittimpfung.

Peter Pagnin

München

Trügerische Sicherheit – warum die Zahlen wirklich steigen: Mit 2G steuern wir sehenden Auges in eine irreversible Überlastung des Gesundheitswesens.

Nachfolgend die Gründe:
1) Herr Söder fordert seit ein paar Tagen die Verkürzung der Gültigkeit des Impfpasses von 12 auf 9 Monate und eine 3. Impfung ab dem 5. Monat nach der zweiten Impfung, ein Hinweis auf eine verkürzte Impfwirkung, wie sie auch von renommierten Virologen und Wissenschaftlern, u.a. von Frau Helga Rübsamen-Schaeff (am 11.11.2021 bei Maybritt Illner), vertreten wird.

2) Im Vertrag zwischen BionTech und unserer Regierung wird eine Impfwirkung von nur vier Monaten gewährleistet, das heißt, Menschen, die sich im Zeitraum Januar 2021 bis April 2021 haben 2x impfen lassen, besitzen aktuell keinen Impfschutz mehr, das betrifft ca. 30 Millionen Geimpfte.

3) Herr Drosten sagt auf Twitter, dass die Viruslast bei Geimpften und Ungeimpften bei einer Infektion in den ersten Tagen gleich groß ist - und nur in diesen ersten Tagen findet eine Infizierung statt - so darf man die Ungeimpften nicht als die „Bösen“ (sprich: Unsolidarischen) hinstellen.

4) Herr Wieler vom RKI sagt, dass ca. die Hälfte der Infizierten gar nicht gemerkt hat, dass sie infiziert sind, d.h. die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt de facto ca. 9,5 Millionen, sprich 4,75 Millionen können das Virus ebenfalls verbreitet haben bzw. verbreiten. Von dieser Gruppe wissen wir nicht, ob sie geimpft oder ungeimpft sind.

5) Der bester Impfstoff (BionTech) hat eine Wirksamkeit von 90%, das bedeutet, dass bis heute 6 Millionen von 60 Millionen Geimpften von Anfang an keinen Impfschutz haben.

6) Wenn 4 von 5 Erwachsenen geimpft sind, wie Herr Spahn sagt, dann können die jetzigen Inzidenzen nicht allein von den Ungeimpften kommen, zumal Ungeimpfte mehr Einschränkungen bei der Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen oder Restaurantbesuchen haben (3G), während die 2G-Gruppe mit ihren Nachweisen (Impfpass oder Arztbestätigung für „genesen“) uneingeschränkten Zutritt hat. Da von den 5 Millionen Infizierten mittlerweile knapp 4,9 Millionen wieder vollständig genesen sind (laut RKI), muss diese Gruppe ebenfalls zum Gefährdungspotenzial hinzugezählt werden. 7) Wenn man die oben erwähnten Zahlen zusammenzählt, dann sind dies über 45 Millionen Geimpfte und Genesene (also 2G), die keinen Impfschutz (mehr) haben und damit wesentlich mehr zur Verbreitung des Virus beitragen als die Ungeimpften (aktuell ca. 15 Millionen, Kinder und Jugendliche ausgenommen).

Fazit: die Lösung o.g. Problematik kann deshalb nur in der sofortigen Beschaffung von bereits durch die EMA freigegebenen Medikamenten und neben dem Impfen im Testen, Testen, Testen liegen!

Dr. Norbert Kutschera

Murnau

Beide Interviews sprechen für mich ein zentrales Thema an: die Eigenverantwortung eines Jeden. Hr. Stöhr beklagt das Versagen der Politik, die das Land „nicht gut vorbereitet hat“ auf den beginnenden Coronawinter. Sehe ich nicht so. Seit Anfang August saßen allein in Bayern 100te Impfärzte gelangweilt in den Impfzentren und warteten auf „Kundschaft“. Es kam keiner. Jede(r) mit ein bisschen Verstand und Vorausblick hätte sich dort kostenlos, sofort, mit ausreichend Beratung und genug Impfstoff vorrätig, rechtzeitig vor dem Winter impfen lassen können. Jetzt stehen Hunderttausende in Warteschlangen, der Impfstoff wird knapp, die Intensivbetten sind noch knapper und es drängt sich der Vergleich auf, das panisch versucht wird, eine Feuerversicherung abzuschließen, während der Dachstuhl bereits brennt. Das war nicht Politikversagen, sondern schlicht eine Mischung aus Faulheit, Desinteresse und fataler Hoffnung auf bessere Zeiten von Millionen von Bürgern. Fr. Graumann spricht ethische Aspekte in der Impfpflichtdiskussion an: Ja, jeder hat die Freiheit, Risikosportarten auszuüben. Aber bitte mit abgeschlossener Unfall- und Lebensversicherung und nicht mit der Annahme, dass die Solidargemeinschaft dann über Krankenkassenbeitrag mitbezahlt, wenn’s doch dumm ausgegangen ist. Ja, jeder hat die Freiheit sich nicht impfen zu lassen. Aber dann möge er bitte ebenso die Pflichten bzw. Konsequenzen (mit-)tragen. Warum sollten Ungeimpfte nicht 50% der Kosten tragen, wenn sie auf der Intensivstation landen. Konsequenz tragen für ihr (Nicht-)Handeln. Seit 2 Jahren wütet Corona. Keine(r) kann behaupten, sie/er hätte nicht gewusst, dass es schwerste bis tödliche Verläufe gibt. Seit Januar 2020 gibt es kostenlos Impfungen. Also ja, wer bis heute nicht geimpft ist (ich nehme hier ausdrücklich diejenigen heraus, die medizinische Gründe für ein nicht-geimpft-werden-können haben), der hat ein „Statement“ abgegeben: von Mir doch egal! bis Ich will nicht! - sei es die viel zitierte „Bockigkeit“ oder weil im Impfstoff „zu viele Nanochips“ drin sind. Im Hinblick auf Eigenverantwortung übersetzt: mir ist meine Gesundheit schlicht egal bzw. Finger weg von meinem Körper. Sollten wir also in die Zwangslage von vollen Intensivstationen kommen und Ärzte müssen entscheiden zwischen ungeimpften und geimpften Patienten, dann sollten und müssen sie diesem abgegebenen „Statement“ folgen und Geimpfte bevorzugen. Für mich logische Konsequenz aus dieser zuvor eigenverantwortlich freiheitlich getroffenen Entscheidung. Mir drängt sich zudem der Verdacht auf, dass sich hier Vollkasko-Mentalität gepaart mit Nicht-Eigenverantwortung-Tragen-Müssen in das bequeme Sicherheits-Hängematten-Netz einer humanen Sozialethik legt. Wir wollen keine Impfpflicht, haben aber den Anspruch, dass mal locker 25.000 Menschen auf Intensiv gelegt werden können und von einem Heer von Pflegepersonal gerettet werden! Erwachsene 50-Jährige können wegen angeblicher Atemnotgefahr ihre FFP2-Maske im Supermarkt nicht ordentlich für 15min über die Nase ziehen, aber die 9-jährigen Schüler sollen es im Klassenzimmer von 8 bis 13 Uhr! Wie soll „menschenrechtlicher Anspruch auf Gesundheitsversorgung“ funktionieren, wenn sich 10 Mio. Bürger weigern, auch ihren Beitrag daran zu leisten. Mein Vorschlag: knallhartes Durchziehen der finanziellen Konsequenzen. Spätestens, wenn in der Presse täglich Berichte kommen, dass Krankenhausrechnungen in Höhe von 35.000 EUR für 3 Wochen Intensivstation verschickt wurden, wird 9,99 Mio. von den o.g. die Erleuchtung kommen. Die Grafik auf Seite 3 heißt: Ungeimpfte haben mind. 3- fach höheres Risiko ernsthaft zu erkranken: in Geld ausgedrückt doppelter Krankenkassenbeitrag - mindestens! Wer schon keine Verantwortung tragen will, der trägt wenigstens die Kosten! Bei 19-Jährigen Fahranfängern in der Autoversicherung längst gang und gäbe.

Franz Götz

Forstern

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