Verneigung vor Gott Mammon

Sebastian Dorn: Bayerisch-arabischer Freundschafts-Rekord; Im Blickpunkt 15. Februar

Ich lebe seit 67 Jahren in Garmisch-Partenkirchen und liebe meinen Heimatort sehr! Der Haupterwerbszweig in der Marktgemeinde ist bekanntlich der Tourismus. Es ist erfreulich, dass sich hier die Zahlen so gut wie seit 51 Jahren nicht mehr entwickelt haben. Bedenklich aber finde ich die Verzehnfachung der arabischen Touristen im Vergleich zum Jahr 2000. Tourismusdirektor Ries beklagt zu Recht, dass besonders im vergangenen Sommer, die Auftritte verschleierter Frauen, begleitet von ihren Großfamilien, das Ortsbild prägten. Sie scheinen in ihrer Gesamtheit weder bereit noch interessiert, sich unseren Gepflogenheiten auch nur geringfügig anzupassen. Es ist gut, wenn einheimische Geschäftsleute viele Geschäfte machen, es ist gut, wenn Hotels und Pensionen ausgebucht sind – aber ich nenne es nicht gut, wenn aufgrund sogenannter Toleranz die einheimischen Vermieter schriftliche Tipps zum richtigen Umgang mit arabischen Gästen erhalten, damit diese sich hier genauso wie zuhause fühlen. Eine Verneigung vor Gott Mammon? So viel ich weiß, hat Österreich sehr gute Erfahrung mit Merkblättern für arabische Familien gemacht, die diesen Tipps für angepasstes Verhalten im Ferienland geben. Viele von ihnen waren interessiert, sogar dankbar und hielten sich daran. 

Christine Appler Garmisch-Partenkirchen

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