LIEBE LESER Kolumne

Was ist ein Hutewald?

  • Christian Vordemann
    vonChristian Vordemann
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Was bitte ist ein Hutewald?, fragt unsere Leserin Ilse Scheibel aus München, die den Artikel über das Schweineparadies im Unterholz am Wochenende gelesen hat.

Hutewälder entstanden dadurch, dass Bauern ihr Vieh – Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen usw. – in die Wälder trieben. Dort wurde es mit Eicheln und Bucheckern gemästet. Weil das Weidevieh auch Jungbäume verbiss, entstanden lichte Wälder mit alten Bäumen. Wie so etwas aussieht, können wir im Süden von München anschauen: Der Eichelgarten im Forstenrieder Park ist der kleine Rest eines Hutewaldes. Im
16. und 17. Jahrhundert sahen große Teil dieses Forstes so aus. Das Wort Hute stammt von (das Vieh) hüten.

Christian Vordemann

Redaktion Leserbriefe

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