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  • Christian Vordemann
    VonChristian Vordemann
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Am Donnerstagabend trafen sich Mitglieder des Landesverbandes Bayern der Deutschen Agrarjournalisten das erste Mal wieder nach langer Corona-Zeit zu einer Versammlung – stilvoll auf einem Bauernhof nördlich von München vor den Toren der Domstadt Freising. Das ist nicht weiter erwähnenswert.

Berichtenswert ist aber, dass dieser Bauernhof wie so viele andere auch rund um München seine Produkte ab Hof verkauft: Eier, Milch, Mehl, Käse, Fleisch, Wurst und andere Leckereien.

Für solche Fälle habe ich immer eine Glasflasche im Wagen. Wie bei den meisten Hofläden kann man die Milch direkt aus einem Tank in mitgebrachte Flaschen füllen. Pflichtschuldig steht auf einem Schild an der Wand: Rohmilch, vor Verzehr bitte abkochen! Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, um sich vor Infektionen durch Keime zu schützen. Ich halte diese Gefahr für gering, vor allem dank der hohen Hygienestandards und Kühlung gleich nach dem Melken, die in der heutigen Landwirtschaft eingehalten werden.

Oder ich hatte seit einem halben Jahrhundert einfach nur Glück, denn solange trinke ich schon Rohmilch, wenn ich sie bekomme. Milch direkt ab Hof, das sind Kindheitserinnerungen bei mir: Der Gang mit der blechernen Milchkanne zum nahe gelegenen Bauernhof und das Abschöpfen des Rahms auf der Milch am nächsten Tag.

Viele bäuerliche Betriebe schaffen sich mit dem Direktverkauf ein zweites Standbein – zum beiderseitigen Nutzen von Erzeugern und Endverbrauchern.

Christian Vordemann

Redaktion Leserbriefe

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