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Von: Christian Vordemann

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Unser Leser Peter Hammer aus Hausham (Leserbrief: Artenschutz auch für Kleinbauern) spricht die Halteformen bei Kühen an: Laufstall ganzjährig mit oder ohne Weidegang und Weidegang (fast) ganzjährig mit Anbinden im Stall nachts oder nur in der kalten Jahreszeit. Unbestritten dürfte sein, dass für Rinder der Auslauf draußen auf der Weide optimal ist.

Wir haben am vergangenen Samstag bei Oberstdorf im Allgäu einen Hof besucht, der seinen Tieren ganzjährig den Auslauf ermöglicht. Die Milchkühe sind auf Weiden ums Haus herum. Vom Frühjahr bis zum Herbst ist das Jungvieh oben auf der Alpe. Die Rinder werden auch im Winter im Laufstall nur mit eigenem Heu gefüttert. Dadurch ist die Zahl der Tiere begrenzt, was wiederum die Natur schont (Nitrateintrag ins Grundwasser). Die Bauern dieses traditionellen Familienbetriebs vermarkten ihren Käse selbst. Meine Freundin Teresa hat für eine Kuh namens „Ladina“ eine Patenschaft übernommen. Diese kostet 120 Euro im Jahr. Das hört sich viel an, ist es aber nicht, denn für dieses Geld bekommt sie vier Kilogramm besten Käse im Jahr. Das sind 3 Euro für 100 Gramm Rohmilchkäse von Kühen, die ein gutes Leben haben. Und sie unterstützt damit einen Almbetrieb, der umweltschonend und nachhaltig wirtschaftet. Der Käse sowie auch Rinderwurst und Schinken wird nach München geschickt. Oder man verbindet einen Ausflug in die Berge wie wir am Wochenende mit einer Einkaufstour direkt beim Bauern. Ladina ist übrigens eine echte Allgäuer Schönheit, eine Braunvieh-Kuh.


Christian Vordemann

Redaktion Leserbriefe

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