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Von: Christian Vordemann

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„Im Frieden begraben die Söhne ihre Väter, im Krieg die Väter ihre Söhne.“

Diesen Satz des antiken griechischen Geschichtsschreibers Herodot möchte unsere Leserin Marlisa Thumm (Leserbrief hier unten: Krieg und Frieden) in alle Sprachen der Welt übersetzen und in jeder Zeitung veröffentlichen. Für andere Zeitungen können wir nicht sprechen, aber wir machen heute den Anfang im Münchner Merkur. Der Satz von Herodot ist einfach verständlich: In Friedenszeiten ist es normal, dass die Kinder ihre Eltern zu Grabe tragen. Im Krieg sterben viele junge Menschen einen gewaltsamen Tod. Und für Eltern ist wohl nichts entsetzlicher als wenn das eigene Kind stirbt.

„Krieg und Frieden“, so lautet auch der weltberühmte Roman des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi. In Putins Russland darf der Angriff auf die Ukraine nicht Krieg genannt werden. Menschen, die dies aussprechen, werden verhaftet. Ein Mann hat in Moskau stumm das Buch von Tolstoi hochgehalten. Daraufhin wurde er abgeführt.

Christian Vordemann
Redaktion Leserbriefe

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