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„es schwillt mir gewaltig der Kamm.

Das ist völlig daneben, was die Preise für landwirtschaftliche Produkte in den letzten 57 Jahren betrifft. In dieser Zeit haben sich die Erträge der Landwirte gerade einmal verdoppelt, und die können selbst mit der EU-Hilfe kaum noch existieren. Tausende Höfe schließen für immer“, schreibt Herbert Zeit aus Böbing, der sich über die Schlagzeile „Diese Milchpreise machen uns sauer“ in einer Boulevardzeitung geärgert hat. Als älterer Bürger weiß er noch, wie die Preise 1960 waren. „Im Gegensatz zu früher leben wir ungleich günstiger, nur der Bauer blieb auf der Strecke“, schreibt Herr Zeit weiter. Der Liter Milch kostete damals, 1960, schon 45 Pfennig und kostet heute 1,36 DM oder etwa 70 Cent. Auch andere Lebensmittelpreise sind in diesen 57 Jahren im Vergleich zu vielen anderen Gütern nur moderat gestiegen. So musste man 1960 für ein Ei 21 Pfennig, für 250 Gramm Butter 1,62 DM zahlen, heute gibt es das Ei schon ab 40 Pfennig oder 20 Cent, die Butter für 3,58 DM/1,80 Euro. „Wir sollten dankbar sein, in Deutschland noch fleißige Landwirte mit guten Produkten aus der Region zu haben. Bei unseren Nachbarn in der EU ist alles deutlich teurer. Wer will schon Milch und Butter aus China kaufen?“

Christian Vordemann Redaktion Leserbriefe

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