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es ist fast schon ein zu erwartender Klassiker im Theater: der Störenfried.

Nein, nicht ein Jugendlicher, der vergessen hat, sein Mobiltelefönchen stumm zu stellen. Sondern ganz altmodisch kommt die Störung daher. Irgend eine ältere Herrschaft holt just in dem Moment, in dem der Theaterdonner verhallt, das Wehklagen verstummt ist, ein Bonbon aus der Tasche, um es ewig langsam aus dem Papier zu wickeln und sich in den Mund zu stecken. Anschließend wird das Papier noch eine Weile in den Händen gedreht und gewendet und zusammengeknüllt. Und zwar so, dass alle, die im Umkreis von zehn Metern sitzen, es deutlich hören können. Warum muss man unbedingt einen Bonbon im Theater lutschen?

Christian Vordemann Redaktion Leserbriefe

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