Liebe Leser,

  • schließen

am Montag stand auf unserer zweiten Seite eine Karikatur zu den Plänen, Bundeswehrkasernen, die den Namen früherer Wehrmachtsgrößen tragen, umzubenennen: „Jetzt alles harmlos: Biene Maja-Kaserne“.

Dazu schrieb uns ein Leser anonym, ohne Namen und Adresse anzugeben, weshalb wir leider seinen Leserbrief nicht veröffentlichen können. Er wies darauf hin, dass der Schriftsteller Waldemar Bonsels (1880–1952), der das Buch „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ (erschienen 1912) verfasst hatte, ein Antisemit war und während der Nazizeit in die Reichsschrifttumskammer aufgenommen worden war. Während des Zweiten Weltkriegs war er Herausgeber der kriegspropagandistischen „Münchner Feldposthefte“. Der weltberühmte Kinderbuchklassiker Biene Maja wurde in 40 Sprachen übersetzt, Bonsels Propagandaschriften brachten ihm dagegen keinen Ruhm ein.

Christian Vordemann Redaktion Leserbriefe

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Liebe Leser,
herzlichen Dank für die vielen Zuschriften mit Glückwünschen zu 70 Jahre Münchner Merkur!
Liebe Leser,
Liebe Leser,
70 Jahre ist eine lange Zeit. Für Dante Alighieri war es das Lebensalter, als er, 35 Jahre alt, schrieb: in der Mitte unseres Lebensweges.
Liebe Leser,

Kommentare