Trostloser Glassarkophag

Maximilian Maier: Mit der Akustik das Erscheinungsbild wettmachen; Kultur 2. November

Ein trostloser Glassarkophag in der völlig falschen Gegend! Die Welt hat es uns doch vorgemacht wie herrliche Bauten für die Musik aussehen können und wie man sie angemessen platziert. Zum Beispiel mit der großartigen Elbphilharmonie in Hamburg, dem Konzerthaus Luzern am Vierwaldstädter See, der futuristischen Concert Hall in Los Angeles von Frank Ghery und dem Klassiker, dem beschwingten signifikanten Opernhaus im Hafen von Sydney. Alles Bauten, die zum Wahrzeichen der jeweiligen Städte wurden. Und dann in München dieser absolut öde Entwurf im ehemaligen Glasscherbenviertel. Gibt es denn in in der Landeshauptstadt keine schöneren Standorte? Und bei der Architektur hilft auch Schönreden im Kommentar von Simone Dattenberger nicht weiter, in dem sie sich über „Kreisung des Quadrats“ und über „keinen optischen Kikifax“ freut. Für das neue Münchner Konzerthaus sollte es schon etwas mehr sein, etwas Einmaliges und Herausragendes, Prägendes! Und wenn das auf dem Grundstück des früheren Pfanni Geländes nicht realisierbar ist, dann gibt es sicher in der Landes- Hauptstadt dafür besser geeignete Plätze. Das hat die Münchner Kulturszene doch verdient, oder? 

Thomas Goetze Garmisch

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