Abendmahl, Gemälde in Ronda/Spanien

Abendmahl nur für Männer?

Allein zwölf Männer; Frau beim Abendmahl; Leserforum 8. und 9. Januar

Auf einer Spanien-Rundreise machten wir in Ronda eine Kirchenbesichtigung. Ich war sehr erstaunt, als mich die Reiseleiterin zur Seite nahm und mich auf das Bild vom Abendmahl mit 12 Jüngerinnen aufmerksam machte. Seit dieser Zeit habe ich mir sehr viel Gedanken darüber gemacht, ob Jünger oder Jüngerinnen daran teilnahmen. Dies sei dem Leser überlassen. Mich begeistert dieses Gemälde noch bis zum heutigen Tag. Vielleicht auch sie? Annette Schmid Murnau Selbst wenn man von offizieller Seite einräumen würde, Jesus hätte eine Geliebte gehabt, so glaubt doch kein Gläubiger ernstlich, Bischöfe, Kardinäle wie die alles dominierende Kurie würden in deren Augen so etwas „minderwertiges“ wie eine Frau an ihre Pfründe lassen. Damit alles so bleibt, hatte man rechtzeitig die Vertreibung aus dem Paradies mit der Hauptschuldigen Eva erfunden. 

Max Wagner Lenggries

Merkur-Leser Herr Hülmeyer schrieb, dass Jesus, Gottes Sohn, nicht verheiratet war. Woher weiß er das so genau? Jesus Christus lebte circa 2000 Jahre vor uns, den heute Lebenden. Aus eigener Anschauung kann dies niemand von uns bestätigen. In der Bibel selbst steht über diesen Sachverhalt nichts Exaktes. Unzählige Bibelforscher haben in den nachfolgenden 1800 Jahren nach Christus diverse Bibelzitate kontrovers interpretiert, insofern, dass Jesus nicht verheiratet war bzw. dass er es doch war. Tatsache ist, dass die Bibel als solche circa 200 Jahre nach Christus’ Tod veröffentlicht wurde – als zunächst handschriftliche Pergament-Loseblatt-Sammlung. Er konnte die Bibel in der Form nicht geschrieben haben und die zwölf Abendmahlmänner auch nicht – die waren zu diesem Zeitpunkt längst tot. Erstaunlich ist, dass sich Herr Hülmeyer explizit nur auf die Männergesellschaft im Abendmahlsaal bezieht und nur diese das Abendmahl empfingen – keine Frau! Somit bleibt als Quintessenz seines Leserbriefes nur die Folgerung, dass Frauen deswegen auch heute bei den Gottesdienst-Abendmahlgaben nichts zu suchen haben. Waren es nicht gerade die unterprivilegierten Frauen, die durch ihre selbstlosen Einsätze in vielen Jahrhunderten die Kirche in den Kirchengemeinden deutlich menschlicher gestaltet haben als die auch politisch machtbesessenen, Kirchenfürsten seinerzeit? 

Uwe Schmidbauer Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Sehr geehrter Herr Birk, waren Sie denn dabei? Ihre angeblich kompetente Seite? Oder Leonardo da Vinci selbst? Die Fantasie hierzu kennt keine Grenzen und man kann alles hineininterpretieren, wenn man nur will. Fahren Sie selbst nach Israel und lassen Sie sich vor Ort von wirklich kompetenter Stelle selbst berichten und überzeugen. Das Bayerische Pilgerbüro bietet auch heuer wieder genug Reisen ins hl. Land an. Kann ich nur empfehlen, ich war im Mai 2017 dort. Fakt ist, dass bei Berichten aus diesen Zeiten es damals üblich war, nur die Männer aufzuzählen. Frauen und Kinder wurden nicht erwähnt, ob sie nun dabei waren oder nicht. Ebenso die Fernsehdokus über ein ausschweifendes Leben Jesu ziehen die Leute ja magisch an. Hauptsache dagegen, ist ja doch bequemer. Aber dadurch, dass das Thema immer noch auf Fehler untersucht und wie auf einem OP-Tisch seziert wird, bleibt es lebendig. Und das ist gut so. Im Allerletzten ist und bleibt es ein (freiwilliger) Glauben. Ich bin froh und dankbar, der katholischen Kirche anzugehören. Der regelmäßige Gottesdienstbesuch erfreut mich immer wieder. Im Gegensatz zu manch eifriger Leserbriefschreiberin (aus Oberpframmern), die mit der katholischen Kirche massive Probleme zu haben scheint und mit ihren Leserbriefen regelmäßig versucht, uns ihre Meinung umzustülpen. Leider werden die Briefe auch noch im Münchener Merkur veröffentlicht. Ich bin drauf und dran das Abo zu kündigen um mir nicht bereits schon am frühen Morgen den leeren Magen zu verderben. Jeden Sonntag um 12 Uhr nach dem Angelus-Gebet aus Rom, welche katholische Fernsehsender live übertragen, spricht unser lieber Papst Franziskus: „.... e per favore, non dimenticatevi a pregare per me!!“ (... und bitte vergesst nicht, für mich zu beten!!“) Wie wär’s denn mal damit? 

Karin Muggianu Beuerberg

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