Leserbriefe

Tarifkonflikt „coronakonform“ steuern

Streik legt U-Bahn lahm;Titelseite 29. September; Rücksichtslos gegenüberallen Beteiligten; Leserforum 30. September; Streikfolgen nicht hinnehmbar; Leserforum 1. Oktober

Ich persönlich bin wütend über die Streiks im öffentlichen Dienst, insbesondere im öffentlichen Nahverkehr seit Ende September. Ich habe diesbezüglich kein Verständnis für Gewerkschaften, Arbeitgeber und Streikende! Politik und Wissenschaftler mahnen uns zurecht zu Rücksichtnahme, Abstandswahrung und Einhaltung von Hygieneregeln. Aber die Politik beziehungsweise die öffentlichen Arbeitgeber sind viel zu passiv und die Gewerkschaften sind viel zu aggressiv, um diesen Tarifkonflikt „coronakonform“ zu steuern.

Die Leidtragenden sind Fahrgäste in Bussen und Bahnen. Dicht gedrängt, ohne Chance auf Einhaltung von Abstandsregeln, stehen sie in den Fahrzeugen, an Haltestellen und auf Bahnsteigen, um in die Arbeit beziehungsweise von A nach B zu kommen. Dem Aerosoldampf ihrer Mitfahrer können sie nicht entkommen. Und jetzt haben wir den Salat! Alle sind erstaunt und erschrocken, warum die Infektionszahlen aktuell so nach oben schießen. Wenig sinnige Verbotsregeln, die zig-mal geändert werden, zeigen Hilflosigkeit und erzeugen nur Verwirrung. Es genügt, die AHA-Regeln einzuhalten und sein Hirn einzuschalten. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme kommen wir alle gut durch die Corona-Krise, ohne dass das Geschäfts- und Gesellschaftsleben zu sehr beeinträchtigt wird.

Hans Rauch

Weilheim

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