Weitere Verelendung

Auch nach dem Asyl-Kompromiss sind viel Fragen offen; Leserforum 13. Oktober

Dem Leserbrief von Rudolf Frank kann ich nur zustimmen, wobei ich die drohenden Zahlen von Zuwandern aus Afrika noch alarmierender sehe. 1956, zur Zeit meines ersten Aufenthalts in Kenia, zählte die Bevölkerung dort 7 Millionen, die Gesamtbevölkerung Afrikas 350 Millionen Menschen. Seitdem hat sich die Bevölkerung Kenias auf 46 Millionen, und die Afrikas auf 1,5 Milliarden erhöht. Bei weiter steigendem Wachstum werden es 2050 mindestens. 3 Milliarden sein. Die Probleme in den 55 Staaten des afrikanischen Kontinents sind überall ähnlich. Hohes Bevölkerungswachstum führt bei unzureichenden Investitionen zur Steigerung der Arbeitslosigkeit und damit zur weiteren Verelendung der Massen. Dazu kommen Stammesfehden und Terrorismus. Die Hilfsgelder aus Europa und den USA, die insgesamt in den letzten 50 Jahren circa 500 Milliarden US-Dollar betragen haben, sind großenteils im weiterverbreiteten Korruptionssumpf der herrschenden Eliten versickert. Die Privatvermögen der meist despotisch regierenden Herrscher belaufen sich auf Milliardenbeträge, die sicher außerhalb Afrikas, angelegt sind. Natürlich erscheint ein Leben in Europa den in Afrika darbenden Menschen als ein Paradies, das man irgendwie zu erreichen hofft. Dass Deutschland das Ziel der meisten dieser Flüchtlinge ist erklärt sich schon aus der Höhe der zur Auszahlung kommenden Hilfsgelder, die ein Vielfaches des afrikaüblichen Lohns für harte Arbeit beträgt. Wenn die Route über Libyen de facto offen bleibt, ist die Schätzung von mehr als 100 000 Afrika Flüchtlingen pro Jahr, die letztlich Deutschland erreichen werden, nicht zu hoch angesetzt. Da auch nach dem Asylkompromiss Deutschland keinen Flüchtling abweisen und auch nach Einreise nicht repatriieren kann und eine echte Integration so vieler meist ungebildeter Afrikaner unmöglich erscheint, wird man sich auf die Entwicklung afrikanischer Parallelgesellschaften einstellen müssen.

 Peter Hütz Krailling,

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