Nicht alle über einen Kamm scheren

Debatte um AfD-Vize Gauland; Leserbriefe 9. Juni

Mir ist ein netter schwarz-afrikanischer Nachbar oder eine Nachbarin tausendmal lieber als ein braun-deutscher Nachbar. Ich war selbst lange Jahre mit einer Schwarz-Afrikanerin (regulär eingereist) liiert, die hier eine deutsche Ausbildung (Schulabschluss, 3-jährige Ausbildung Informatikkauffrau) mit Bravour abgeschlossen und hier arbeitet. Ich habe in meinem Leben keine Frau kennen gelernt, die ordentlicher war, als diese Afrikanerin. Und davon gibt es jede Menge. Dagegen hätte ich nicht gerne einen Deutschen zum Nachbarn. Keine Frage, Deutschland kann nicht die halbe Welt aufnehmen und es gibt in der Tat sehr viele Afrikaner (und auch Flüchtlinge aus anderen Ländern), die aus Ländern kommen, wo Bildung problematisch ist. Dass sich diese Menschen hier sehr schwer tun werden, Fuß zu fassen, ist keine Frage. Ich komme gerade aus Italien zurück, wo vor dem Supermarkt, in dem ich gelegentlich einkaufe, ein junger Nigerianer steht, der auch letztes Jahr zur selben Zeit schon dort stand, um zu betteln. Ich habe ihm versucht, auf Englisch klar zu machen, dass ohne Sprachkenntnisse – sei es nun Italienisch oder Deutsch – gar nichts geht. Aber das ist leider diesen wirklichen Flüchtlingen sehr schwer zu vermitteln. Auch dieser junge Nigerianer sieht Deutschland als das gelobte Land, dank Merkel. Dass das nicht gut gehen kann, dazu muss man kein Hellseher sein. Doch das ist ein anderes Thema. Aber wie Herr Magerl nun alle (Schwarz)-Afrikaner über einen Kamm zu scheren, ist purer Rassismus. Als nächstes Verkehrsmittel und öffentliche Parkbänke nur für Weiße. Dass hatten wir doch schon mal. Südafrika mit seiner Apartheid und Amerika mit KuKluxKlan lassen grüßen. 

Joseph Zenz München

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