Widerspruch in sich

Unverantwortliche Humanität; Leserforum 16. Juni

Schon der Ausdruck „unverantwortliche Humanität“ ist ein Widerspruch in sich selbst! Ist es Humanität gewesen – und das meine ich schon –, dass Frau Merkel 2015 viele Flüchtlinge ins Land hereingelassen hat, dann muss es auch zum Wohl des deutschen Volkes sein. Das ist christliche Einstellung. Man mag meinetwegen diese Ansicht nicht teilen. Jedoch total unchristlich ist es, ihr dieses angebliche Vergehen ohne Ende vorzuwerfen – was ich leider in sehr vielen Leserbriefen, Artikeln und Kommentaren feststelle. Wenn unser Gott, der in Christus für alle unsere Fehler gestorben ist am Kreuz, mit uns so verfahren würde, würden wir in Ewigkeit noch an unserer Sünde leiden. Gott aber sei Dank, es gibt Vergebung von ihm, dass keinem, der daran glaubt, jemals ein Vorwurf gemacht wird. So gnädig ist der Herr! Herr Schiller meint, sie hätte ihrem Volk nie gedankt für alle Anstrengungen bei der Integration von Flüchtlingen. Nun, wenn man nur mir Verurteilungen umgeht, nimmt man das nicht mehr wahr. Dann kann man auch nicht begreifen, dass die Umfragewerte von Frau Merkel steigen. Gewiss, Frau Merkel hat weitere Fehler gemacht, die Herr Schiller auflistet. Natürlich gibt es noch manches von uns allen zu bewältigen. Aber abgesehen, dass unsere Konjunktur und Wirtschaft noch gut läuft und hohe Einnahmen zu erwarten sind, ist keiner von uns ein Glücks- oder Unglücksprophet, auch Herr Schiller nicht. Beten wir, dass Letzteres nicht eintrifft. Dazu sind wir gerufen. 

Helmut Kissel Bad Tölz

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