Anderer Meinung

„Nest nicht beschmutzen“; Leserbriefe 13. Januar

Es gibt sie weiterhin, die Menschen wie Herrn Ehrhart aus Fischbachau, die es nur dann als vernünftig akzeptieren, wenn sie, wie bei ihm, seiner Meinung sind. Alle anderen, die nicht so denken wollen wie er, bezichtigt er der verleumderisch-bösartigen Leserbriefschmiererei. Aus Ihren Zeilen ist zu entnehmen, dass sich jeder Deutsche gefälligst daran zu halten hat, Frau Merkel tagtäglich zu lobpreisen! Gegensätzliche Gedanken bzw. Sor- gen haben da nichts zu suchen! Ist das das demokratische Vorbild? Wenn Herr Ehrhart Frau Merkel alternativlos zutiefst verehrt, darf und soll er dies selbstverständlich äußern dürfen. Auch wenn ich da nicht übereinstimme, nehme ich das zur Kenntnis - aus, fertig! Jeder hat das Recht, seine Ansichten auch öffentlich zu vertreten. In den letzten sieben Wochen sind im Münchner Merkur knapp über 100 Leserbriefe betreffend Merkel erschienen - davon lediglich nur 10 Prozent merkelpositiv. Und die ‘restlichen’ 90 Prozent? Die sieht Herr Ehrhart nach seinen Worten unsachlich, ehrverletzend, Pegida- und AfD-like sowie demagogisch verantwortungslos! . Solange Menschen auf dieser Welt leben, wird es stets verschiedene Meinungen geben. Grundsätzlich! Die lange Menschheitsgeschichte lehrt uns, dass es immer wieder „welche“ gab, die das nicht akzeptieren wollten und aufgrund ihrer politischen Position ihr Volk ins Unglück stürzten; keiner dieser Hardliner hatte je das gewünschte Ziel erreicht - selbst wenn es vielen das Leben kostete. Auch bei den Leserbriefen heutzutage sollte man die innere Größe haben, anzuerkennen, daß es andere, manchmal mehrheitliche Denkweisen gibt, die nicht mit der eigenen konform gehen.

Uwe Schmidbauer Höhenkirchen-Siegertsbrunn

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