Nichtstimme für die CSU

Wadlbeißereien gegen Bundeskanzlerin; Leserbriefe 22. Februar, Schulz will Agenda 2010 korrigieren; Seehofer: Merkel-Debatte muss enden; Titelseite 21. Februar

Obwohl sich nach neuesten Umfragen die Mehrheit der Bevölkerung gegen eine dritte Kanzlerschaft von Frau Merkel ausspricht, waren CDU/CSU nicht imstande, einen neuen Kanzlerkandidaten zu präsentieren. Zu viele Listenabgeordnete fürchten bei kritischen Äußerungen um einen guten Listenplatz für die nächste Wahl und ducken sich weg. Man möchte sich direkt wünschen, dass die Kandidaten - wie im antiken Griechenland - nicht gewählt, sondern unter der Gesamtbevölkerung ausgelost würden. Frau Merkel hat mit ihrer unüberlegten Einladungspolitik dem Land einen Schaden von zig Milliarden Euro zugefügt, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Wenn man in den Geschichtsbüchern zurückblättert: Was ist in solchen Fällen dann passiert? Ein Wechsel im Kanzleramt erscheint mir unverzichtbar. Nachdem aber eine rot-rot-grüne Koalition eine Katastrophe wäre, kann man sich nur wünschen, dass es wieder eine Große Koalition gibt, allerdings mit einer SPD-Mehrheit. Man müsste eben einmal für vier Jahre in diesen sauren Apfel beißen. Eine andere Möglichkeit, Frau Merkel aus dem Kanzleramt zu drängen, sehe ich nicht. Zu den Versprechungen von Herrn Schulz, die Agenda 2010 korrigieren zu wollen, möchte ich bemerken, dass sie reiner Populismus sind, wenn nicht gleichzeitig die erforderliche Gegenfinanzierung aufgezeigt wird. Das Hauptproblem für die nächste Zukunft dürfte sein, wie man die immensen Kosten der verkorksten Zuwanderungspolitik und die vermutlich erheblich steigenden Militärausgaben in den Griff bekommen will. Hierzu wären ein paar Worte angebracht. 

Winfried Mayer Seefeld

Wie Herr Ministerpräsident Horst Seehofer im Fernsehen verkündet hat, sind alle CSU- Minister, Vorstände etc. einstimmig für die Unterstützung für die noch Kanzlerin Angela Merkel bei der Wahl zur neuen Kanzlerin. Herr Seehofer hat damit, glaube ich, vielen CSU-Mitgliedern, CSU-Wählern und Neu-Wählern die Nichtstimme für die CSU leicht gemacht. Dass er selber kein Kanzlerkandidat ist, weiß jeder, dass er aber jetzt auch unter den Rock von Frau Angela Merkel schlüpft, (andere auch), zeigt jetzt, dass ihm Bayern eigentlich wurscht ist.

 Berthold Burkhard Schongau

Ich kann dem Kommentar von Dr. Ulf-H. Knabe nur zustimmen. Herr Seehofer drohte Frau Merkel sogar mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, um so seine Begrenzung der Flüchtlingszahlen durchzusetzen. Mit seinen monatelangen, öffentlichen Attacken trug er zur Verunsicherung in der Bevölkerung bei, was wiederum Protestwähler schaffte. Eine Forsa-Umfrage im März 2016 ergab, dass über die Hälfte aller AfD-Wähler gerne die CSU auf bundesdeutschen Stimmzetteln sehen würde. Herrn Seehofers Wende durch seine nun geforderte, volle Unterstützung von Frau Merkel wirkt wie ein Faschingsscherz, es ist der Gipfel politischer Unglaubwürdigkeit. Ich bewunderte Frau Merkels konsequente und sehr menschliche Haltung in der Flüchtlingspolitik, doch wählen kann ich sie nicht, weil den bayerischen Wählern nur der Weg über die CSU – sprich Seehofer und seinem Gruselkabinett – bleibt. 

Irene Knoll Großhartpenning

Es hört sich doch erst mal alles sehr schön an, was Herr Schulz uns da verspricht. Das sind alles wahltaktische Manöver die vom Hauptproblem unseres Landes, nämlich der nicht vorhandenen Sicherheit ablenken sollen. Was bringt uns ein längeres ALG, ein fester Job oder eine höhere Rente, wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet ist. Dazu muss er sich noch zwingend äußern. Wenn mal 50 Kriminelle abgeschoben werden, dann lässt unsere Regierung monatlich eine Vielzahl derer wieder durch unsere offenen Grenzen hinein. 

Bernd Janke Uffing

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