Bairische Mundartjünger

Mehrsprachigkeit; Leserforum 1. März Klaus Vick: Das Kreuz mit der Mundart; München 24./25. Februar

Der Leserbriefschreiberin Lore Anker möchten wir herzlich danke sagen zu ihrem Leserbrief über die Bairische Sprache. Viel besser kann man es nicht zusammenfassen, was man da in Bayern täglich hört – leider auch im BR. Es gibt in der Sendung „Wir in Bayern“ aber auch die nette Köchin Michaela Hager mit ihrem schönen Dialekt. Einfach traumhaft, zu hören, wie sie spricht. 

Alfred und Evi Krappel Ismaning

Wer die Diskussion um die Mundart im Münchner Merkur liest, gewinnt den Eindruck, es gäbe zur Zeit kein größeres Problem als die Angst um den Verlust der bayerischen Sprache. Irgendwelche selbsternannte Mundartpäpste, die nur ihr eigene Mundartregion absolut setzen und streng darüber wachen, dass ja kein ja falsch ausgesprochen wird, verteilen lediglich auf Schau ausgerichtet ihre Mundartpreise („Sprachwurzel“) und meinen mit Missionaren, die an Schulen gehen und den Kindern ein bayrisch Lied vorsingen, zur Rettung unserer abendländischen Kultur beigetragen zu haben. Dabei übersehen sie, dass es höchste Zeit wäre, überhaupt nach unsere deutsche Sprache zu retten, die vielfach zu einen „denglisch“ verkümmert. Wenn bereits im kleinsten Ort an die Laden „closed“ steht, helfen auch nicht so unrealistische Vorschläge der Gamshut-Bayern, die am liebsten hinschreiben würden: Mia ham grod zua. Diese Mundartjünger sollten sich lieber darum kümmern, dass in Schulen lesen und schreiben nicht ganz aus der Mode kommt und durch Lückentexte und Multiple-Choice-Verfahren ersetzt wird. Sogar die Mundartfreude starten ihre Tests bei allen möglichen Gelegenheiten etwa so: Bei dem Begriff „Grantler“ handelt es sich a) um einen Bewohner des Ortes Grant b) um einen etwas mürrischen Mensch c) um einen Austragsbauern d) um den Sieger eines Grand-Prix-Wettbewerbes? Wer die meisten Punkte sammelt, bekommt dann vielleicht die Bavarian-Linguage-Urkunde „I bin a Bayer, host mi“ überreicht Christa Streich München

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