Leserbriefe

Breissisch

Es geht nicht ohne ihn;Leserforum 11. Januar

Völlig zu Recht kritisiert Sieglinde Ostermeier die Haltung („verbissen, ernst“) und Sprechweise der Person, die den aus der Serie „Hubert und Staller“ abgesprungenen Polizisten Staller ersetzt. Frau Ostermeiers Beschreibung dieser Schauspielerin als „silbenundwörterverschluckende Schnellsprechnuschelpreissin“ ist eine nahezu geniale Formulierung, die hundertprozentig ins Schwarze trifft! Sei es im ARD-Tatort und jetzt in „Hubert und Staller“: Die - vermeintlich - hochdeutsch sprechenden Schauspieler/innen befleißigen sich schon seit mehreren Jahren einer deutschen Sprachvarietät, die man bestenfalls als norddeutsches Umgangsdeutsch, aber keinesfalls als Standard- bzw. Hochdeutsch bezeichnen kann. „Breissisch“ ist genau der richtige Ausdruck hierfür! Dagegen wäre ja nichts einzuwenden, wenn tatsächlich eine echt berlinerische Sprechweise intendiert wäre. Aber dieses silbenundwörterverschluckende Schnellsprechgenuschel soll ja als hochdeutsch durchgehen, was aber ein völlig falsches Bild von unserer Hochsprache abgibt. Also, ihr norddeutschen Schauspieler, Politiker, Moderatoren (jeweils m/w): Artikulation verbessern! Speziell die Endsilben üben! Bitte Schluss mit „finn“, „hochkomm“, „anfang“, „häazlich villkomm“, „Daam un Häan“ und Ähnlichem mehr! Und: Das Wort „nicht“ hat ein t am Ende, „nein“ heißt hochdeutsch nicht „nee“ oder „nää“! Schluss mit „kucken“. Dann gäbe es noch Hoffnung, diese Personen besser zu verstehen! Und darum geht’s doch vor allem, oder?

Armin Höfer

München

Leserbrief von Sieglinde Ostermeier zu „Es geht auch ohne Staller“: Bravo, Frau Ostermeier! Sie haben es wirklich auf den Punkt gebracht. Auch wir ärgern uns schon lang über die „silbenundwörter verschluckenden Schnellsprach-Nuschelpreissen“. Dabei gäbe es so viele wirklich gute bayerisch Schauspieler.

Familie Ruth Friedrich

Rottach-Egern

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