Wahnsinnsmieten und mehr als 10 Euro für eine Mass

Kein Preisdiktat; Leserbriefe 23. Februar, Sascha Karowski und Tobias Scharnagl: Schmid will Wiesn-Bierpreis einfrieren; München 22. Februar

Ein paar Tage vorm Faschingsdienstag lese ich in der Zeitung von der offensichtlich weltbewegenden Absicht des Wiesn-Chefs, dass er den Bierpreis einfrieren möchte. Von dieser frohen Botschaft, die das Herz eines jeden Münchners aufjubeln lässt, wussten die davon in erster Linie betroffenen Wiesn-Wirte offenbar nichts! Egal auf welchem Preisniveau das geschehen könnte, die Ersparnisse dadurch wären auch für einen Wiesn-Dauerbesucher mit großem Durst recht überschaubar. Hinzu kommt, dass diese Nachricht sich durch die Art ihrer Veröffentlichung an das Publikum in München und seiner Umgebung richtet und nicht an die, die das „Oktoberfest in München“ überwiegend bevölkern. Viele Münchner haben sich schon längst von diesem Herbst-Spektakel verabschiedet und gehen lieber dorthin, wo es noch gemütlicher und preislich gesitteter zugeht! Als sogen. Wirtschaftsbürgermeister hätte Herr Schmid sicher ein wichtiges Aufgabengebiet darin, wenn er sich um das Einfrieren der Wahnsinnsmieten in München bemühen würde und das könnte er sicher auch mit Erfolg, da die Stadt mit ihren Wohnbau-Tochtergesellschaften über einen nicht unerheblichen Mietwohnungsbestand verfügt! Wenn Jeder und Alles nach München drängt, ist mit den Mitteln der Marktwirtschaft, nämlich das Angebot zu erhöhen, damit dann der Preis nachgibt - also Wohnungsbau überall und um jeden Preis - nicht zu begegnen. Um München den Münchnern noch lange Zeit in der gewohnten Art als liebenswerte Heimat zu erhalten, könnte Herr Schmid dem ungebremsten Wachstum Münchens dadurch entgegentreten, nicht weitere und zusätzliche Anreize durch die Ausweisung von immer mehr und neuen Gewerbegebieten zu schaffen, sondern die Stadtentwicklung sowohl beim Wohnungsbau als auch bei der wirtschaftlichen Entwicklung in moderate Bahnen zu steuern. 

Karlheinz Wildenrother München

Mich würde interessieren in welchen Wirtshäusern Herr Bletschacher verkehrt, wo er pro Maß wie demnächst 10,75€ zahlt. Selbstverständlich ist jeder Zeltbesitzer auch Unternehmer und ist für die Preise und den Umsatzerfolg verantwortlich. Wo kommen wir denn hin, wenn das auch noch von Herrn Schmid vorgegeben wird. Ist schon einmal ein Wiesnwirt auf die Idee gekommen, den Bierpreis zu senken? Damit würde der Preiswettbewerb wirklich ins Rollen kommen und der Zulauf an Gästen bestimmt enorm. Aber die Preisabsprachen untereinander werden das verhindern. Das Gebrüll ist dann am höchsten, wenn einer versucht, an dieser Spirale zu werkeln. 

Herbert Mainka München

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