Leserbriefe

Verfehlte Agrarpolitik

Natur in Bedrängnis;Titelseite 20./21. Mai

Bei diesem Artikel geht mir als Biobauern „der Hut hoch“. Ja, ich gebe zu, dass hier in der Landwirtschaft viel verkehrt läuft, aber die Hauptschuld an der ganzen Misere trägt die verfehlte Agrarpolitik in Brüssel und Berlin und der Wunsch der Verbraucher nach billigem Fleisch.

Da wird die Flächenbindung (Tiere je Hektar Fläche) abgeschafft, und man wundert sich über zu viel Gülle beziehungsweise Nitrat im Grundwasser. Die Prämien werden mit der Gießkanne je Hektar verteilt, und man wundert sich, warum die kleinen Betriebe nicht überleben.

Wir Bauern machen genau das, was die Politik und der Verbraucher verlangt. Wir sind Unternehmer, die nicht nur arbeiten, weil es Spaß macht, sondern auch, weil wir von unserer Arbeit leben wollen, und stehen dabei von allen Seiten unter Beobachtung/Druck. Regional soll das Essen sein, am besten Bio natürlich, Tiere und Umwelt sollen dabei nicht beeinträchtigt werden und gaaanz wichtig: Es muss billig sein!

Thomas Köglsperger

Deining

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