Chicago-Sender

„Die beste Musik für Bayern?“; Leserbriefe 5. Februar, Rudolf Ogiermann: „Die Zeiten ändern sich“; Kommentar 2. Februar

Halb Bayern regt sich über das schwachsinnige Gedudel von Bayern 1 auf. Zudem noch die Absetzung der Volksmusik am Abend und am Sonntag. Doch dafür gibt es zwei Lösungen: Den Sender erst gar nicht mehr einschalten. Lösung 2: BR-Heimat hören. Da gibt es den ganzen Tag Volksmusik. Wer kein Digital-Radio hat kann auf den Fernseher zurückgreifen. Da gibt es BR-Heimat über Satellit oder über Telekom-Entertain.

Jürgen Hoffmann Gaißach

Schon wieder gibt es Debatten um den Sender Bayern Eins. Wenn jemand mit der gewaschenen Lied-Kultur in Bayern nichts am Hut hat, dann sollte der Hörfunk = direkt von Martin Wagner einen anderen Job machen, am besten gleich nach England auswandern und dort um Asyl bitten. Die unglaubliche Vielfalt des Lebens, dazu gehört auch die Musik, ist die Würze und nicht nur die einseitige Englische Musik. Nur eine Stunde am Tag Volksmusik ist für mich sowieso ein Witz. Es ist eine Schande, wenn diese Leute behaupten dürfen, dass dies die beste Musik für Bayern ist. Abwechslung ist dringend notwendig, auch in der Führung!

Horst Grohn Unterföhring

Volksmusiker empört: Und dass mit Recht! Wir wollen gemischte Musik. Warum darf sich dieser Radiosender noch Bayern Eins nennen, wo man doch den ganzen Tag nichts von Bayerischen Musik hört, nur englisches Gedudel, immer und immer dieselbe Leier! Warum dürfen diese Hörfunkmacher solche Entscheidungen treffen, die älteren Leute auch noch um diese Volksmusikstunde zu berauben? Haben wir gar keine Rechte mehr und dürfen nur noch Zwangsgebühr zahlen. Da würde ich sagen, Gebühren runter, denn für Bayern Eins Chicago-Sender zahle ich keinen Cent!

Edeltraud Echter Böbing

Streichung der Volksmusik Täglich eine Stunde Volksmusik im BR – das geht natürlich überhaupt nicht! Die jungen Jahrgänge hören zwar sowieso nicht Bayern Eins (ich kenne niemand) aber für die älteren Hörer zeigt keiner Verständnis außer dem Hinweis auf Digitalradio. Wirklich super! Das Logo BR hat eigentlich keine Berechtigung mehr. Zudem sind deutschsprachige Interpreten auch an einer Hand zu zählen.

Waltraud Wendl München

Ein trauriger, um nicht zu sagen beschämender Anlass für diesen Brief: Keine bayerische Volksmusik mehr in Bayern Eins! Nur noch im Digitalradio (leider mit viel zu viel Geschwätz). Warum sei die klassische Volksmusik immer weniger „erwartbar“ (was für ein Wort!) in diesem Umfeld (Zitat aus dem Merkur-Artikel vom 2. Februar 2016)? Bayern Eins sendet den ganzen Tag über „The greatest hits“ der 70-er und 80-er Jahre; obwohl ich diese Schlager auch gerne höre, wenn man auch bei so vielen Stunden immer wieder dieselben Melodien hört, muss ich doch ganz bescheiden fragen, warum der bayerische Sender da nicht wenigstens einmal eine knappe Stunde echte boarische Volksmusik bringen kann. Sie haben in dieser Stunde doch genügend Hörer! Und noch ein Kommentar zur Begründung, dass man die beiden meistgehörten UKW-Wellen Bayern Eins und Bayern Drei wieder unterscheidbar machen wolle: die beiden sind doch sowieso deutlich unterscheidbar.

Hannes Böhm Germering

Schande über die angeblichen Volksmusikfans die permanent am BR herum nörgeln. Was haben wir für ein Glück das der BR den Heimatkanal BR-Heimat ins Leben gerufen hat, das hätte doch vor ein paar Jahren nicht mal jemand zu Träumen gewagt. Hierfür verdient der BR größten Respekt. Jetzt läuft der Sender schon ein Jahr und es soll immer noch Volksmusikfans geben die keinen Digitalradio besitzen. Wirklich traurig! Dabei reichte die Intelligenz die sie für Ihre Kritik aufwenden locker zur Bedienung eines Digitalradios aus. Einfach einschalten und los hören wie bei UKW aber ohne Einstellen. Wir können uns glücklich schätzen das der Kanal auf DAB+ gesendet wird. In ein paar Jahren kräht doch kein Hahn mehr nach den alten analogen UKW Kanälen. Vielleicht werden die Sendeplätze bis dahin knapp, dann wird sich der BR bestimmt nicht trauen den Kanal wieder wegzunehmen. Wer würde schon sein Digitalradio gegen eine steinzeitliche UKW Schepperkiste zurücktauschen wollen. Liebe BR Verantwortliche lasst euch nicht vom Kurs abbringen wir Digitalradiohörer können einfach ein Programm wählen welches gefällt. An den alten UKW Kisten ist es anscheinend nicht so leicht möglich. Im nächsten Auto muß man halt schauen das ein DAB+ Radio reinkommt, die paar Jahre bis dahin kann man ja mit Bayern II überbrücken.

Michael Winter Jetzendorf

Noch ärgerlicher als die BR-Entscheidung ist die gebetsmühlenartig wiederkehrende Propaganda der Digitalradiolobbyisten, die uns seit 25 Jahren das „Radio der Zukunft“ versprechen. DVB-T wurde ebenfalls vollmundig als „Überallfernsehen“ angepriesen, weil es angeblich überall empfangbar wäre. Tatsache ist aber, dass im Vergleich zum Analogfernsehen die Empfangsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt sind. Andere Digitalsysteme wie DSR und DAB sind längst verschwunden und hinterließen wertlose Empfangsgeräte. Nun hat man ein Pluszeichen an den Namen gehängt und versucht erneut, die Hörer mit falschen Behauptungen in die Irre zu führen. Wer die Klangqualität von DAB+ und UKW vergleicht und über ein halbwegs intaktes Gehör verfügt, dem fällt sofort der „vollere“ Klang von UKW auf. Diese subjektive Wahrnehmung lässt sich mit Computeranalysen bestätigen! Hinzu kommt, dass Digitalempfänger arge Stromfresser sind, außerdem haben DAB+-Sender aufgrund der höheren Frequenz eine geringere Reichweite als UKW-Sender gleicher Leistung. Der gegenteilige Eindruck mancher Hörer rührt lediglich daher, weil das UKW-Band dichter belegt ist. Auch die Programmanzahl ist kein Argument pro DAB+. Wer braucht 50 oder 100 sterile Musikabspielstationen, die sich - von wenigen Ausnahmen abgesehen - inhaltlich kaum unterscheiden? Der einzige Vorteil des digitalen Systems besteht in der Möglichkeit, Gleichwellennetze exakt zu synchronisieren. Doch das interessiert die Hörer nicht, sie wollen Radio hören. Die vermeintlich haushohe Überlegenheit von Digitalradio gegenüber UKW kehrt sich bei näherer Betrachtung ins Gegenteil um. Letztendlich geht es hier wieder einmal nur um Geschäftemacherei auf Kosten der Hörer und auf Kosten der Volksmusik. Für eine derart rückwärtsgewandte Technik wie DAB+ gilt „geschenkt ist noch zu teuer“, daher sei den Hörern empfohlen, nach Möglichkeit auf Radio Tirol oder Radio Salzburg auszuweichen. Diese beiden ORF-Programme sind ohnehin viel abwechslungsreicher als BR Heimat im digitalen Nirwana.

Dr. Matthias Hornsteiner Mittenwald

Ich möchte den Leserbrief von Ben Lehman mit einer fundierten Kritik aus den USA ergänzen,die auch heute aktuell ist. Carl Bernstein und James Twitchell schildern mit vielen Beispielen, wie die amerikanische Unterhaltungsindustrie die ganze Welt mit „Konsumkultur“ kolonisiert, „wie einst die alten Römer ihr Imperium eroberten“. Das gilt inzwischen wohl auch für Europa und Deutschland. Das gnadenlose Musikgeschäft sei das neue Opium fürs Volk,es bestimmen nur noch Geldgeber,was zu geschehen hat. Zitat James Twitchell: „Wenn wir gewisse Unterhaltung nicht mehr als vulgär einstufen, werden wir auch nicht in der Lage sein,ihr Gegenteil als Kunst zu bestimmen“. Das sollte auch den Bayerischen Rundfunk verpflichten zu mehr Volksmusik-Sendungen die möglichst viele Hörer erreichen!

Dr. Rudolf Mittendorfer München

Die Katze ist aus dem Sack: der Bayerische Rundfunk stellt ab Mai im 1. + 2. Programm alle Volksmusiksendungen ein. Damit ist UKW beim BRVolksmusikfrei. Das 1.Programm erhält ein neues Sendeformat für die neu zu erschließende jüngere Generation. Diese Generation sind lt. BR die 50 jährigen!?. Wer weiterhin VM hören will muß auf BR-Heimat wechseln. Dort gibt es jetzt 24h Volksmusik und dies auf den Tag bereits seit einem Jahr. Gut gemacht ? Heimat ist ja gerade „in“ ! Gut gemeint ? Aber vorbei am Staatsauftrag der öffentlich rechtlichen Anstalten! Nach Einführung der Zwangsgebühren folgt hier der nächste Schritt, den Zugang zur Informations- und Meinungsvielfalt in der bayerischen Rundfunklandschaft einzuschränken. Und das wohl in voller Übereinstimmung mit dem Grundgesetz!! Tatsache ist, das alte Empfangsgerät ist dafür ungeeignet. Zum Empfang von BR-Heimat braucht es ein neues Empfangsgerät, welches die nun digitalisierten Funksignale verarbeitet. Für alle bereits zwangsverpflichteten BR-Hörer gilt ab sofort, in neues Empfangsgerät muß her! Pardon, nicht für Alle! Das Neue brauchen: - ewiggestrige Anhänger von Brauchtum und Volkskultur , - Menschen mit Interesse an tragenden Werten in ihrer regionalen Ausprägung und dazu zählen nun einmal bairische Sprache, traditioneller Gesang und überlieferte Musik, - Rundfunkhörer, einfache, normale welche ihrem natürlichen Bedürfnis folgend einfach gerne einmal am Tag, zur Entspannung, Volksmusik hören - Resthörer, die den BR nicht mehr ertragen, als Zwangszahler gelegentlich die tägliche Volksmusiksendung zwischen 19:00 und 20:00 einschalten - Derzeit nach BR Angabe ca 15 % der BR Hörer. (15% von was?) Das Neue erfordert: Investition in neue Technik und Geräte wodurch Kosten entstehen. Erfahrungsgemäß gibt es Probleme beim flächendeckenden terrestrischen Empfang des neuen Senders. Die Wiedergabe-Qualität der Digitalempfänger entspricht nicht den UKW-Endgeräten. Mit den bis heute eingesetzten Autoradios kann das digitale Signal überhaupt nicht empfangen werden. Trotzdem müssen Autobesitzer Zwangsgebühren entrichten. Wo bleiben denn hier der Grundwerte unserer freiheitlichen Ordung, die Achtung der Würde und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, gerade unserer älteren Menschen? Zudem trägt dieses Vorgehen Ansätze eines Geschäftsmodells mit dem Ziel, Information zu kanalisieren, zu selektieren und damit das Medien-Konsumverhalten einer Gesellschaft zu beherrschen. Die entgrenzte Gesellschaft kommt in Fahrt!

Peter Sappl Agatharied

Dem Bayrischen Rundfunk, dem Totengräber der Volksmusik sei gesagt: Macht‘s nur weiter so, dann hört sich der BR von selber auf. Gott sei Dank gibt‘s Sender, die nicht an ihren Wurzeln sägen, wie zB . Radio Oberland, ORF Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Bayernwelle Süd Ost. Meine Devise heißt: regionale Besonderheiten hervorheben und genießen. „ So klingt Bayern „ Ich brauche den BR nicht und unsere Volksmusik lebt ohne BR genauso weiter. Die Musikanten und G‘sangsgruppen aus dem Werdenfelser Land, dem Tegernseer Tal, Chiemgau , Allgäu und dem Berchtesgadner Land san hart im Nehmen. Da boarisch Rundfunk hot koa Ahnung vo nix weil mi Volksmusikantn san wia Asterix und Obelix.

Hanni Schöttl seit 1972 Musikant

100 Jahre sind zum Aufbau zu wenig, 1 Minute zum Zerstören zu viel. – Leider lässt man dem absolut hartleibigen und verbohrt kompromißlosen Hörfunkdirektor Martin Wagner deutlich mehr Zeit, seine persönliche „Kulturrevolution“ durchzuführen und alles niederzuwalzen, was den Bayrischen Rundfunk über Jahrzehnte liebenswert und wertvoll gemacht hat. Ich will jetzt nun nicht direkt unterstellen, dass der Werdegang dieses für Kritik absolut unempfindlichen Herrn - (in Würzburg geboren, große Abschnitte seines Lebens in Washington bzw. Nahost verbracht und das Studio Berlin !! geleitet) - ursächlich dafür ist, dass er einen großartigen Fortschritt darin sieht, seine von Washington mitgebrachte Dudelmusik, welche keine andere neben sich duldet, als Ersatz für unser gutes altes BR1 Programm bis zum Erbrechen zu bringen - aber ich denke, dass derartige Herren im Norddeutschen Rundfunk besser aufgehoben wären. Im übrigen versucht man, vom Hauptthema abzulenken, dass das Programm des BR verhunzt wurde , indem man unentwegt auf DAB etc. verwiesen wird. Ja, das wissen wir auch selber, man kann auch zum Tanzen gehen oder zum Holzhacken etc. statt Radio zu hören - das ist doch nicht das Thema sondern einzig und allein, dass das Programm musikmäßig nichts mehr taugt

Stephan Carstens München

Die Hörerverblödung ist im vollen Gange und findet jetzt ihren Höhepunkt. Von Leuten die sich den BR unter die Nägel gerissen haben, denen jeder Bezug zur bayerischen Bodenständigkeit, Kultur, Brauchtum und Traditionen fehlt. Vielleicht liegt dies auch an der Frankendominanz im BR. Hörfunkdirektor Martin Wagner (Franke) der als ehemaliger Nahost- und Washington-Korrespondent das Weltgeschehen kennt (seit dem 1. August 2009 Leiter des Studio Franken), liegen die Anglo-amerikanischen Hörergewohnheiten wahrscheinlich näher als das bayerische „Provinz- Gedudel“. Außer auf dem Oktoberfest oder Starkbieranstichen, ist man sich dann auch nicht zu blöde um Sondersendungen zu schalten und der Welt die „bayerische Lebensart“ zu präsentieren, die diese gerade nicht ist. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als es im BR noch viele unterschiedliche Sendungen gab, z.B. als vormittags andere Gastmoderatoren im Wechsel, wie  Elmar Gunsch, Teddy Parker oder auch Karl Moik usw. eine Sendung nach deren persönlicher Musikalischer Ausrichtung moderierten, hat jetzt bedauerlicher Weise die Einfallt Einzug gehalten. Couplets und Sketche von Weiß Ferdl, Karl Valentin, Roider Jackl, Hans Moser, u.v.m. wurden völlig ausgemerzt. Natürlich möchte ich als Mittfünfziger keinesfalls auf englischsprachige Musik verzichten. Man stelle sich vor, man müsste den ganzen Tag nur Grönemeyer, Nena, Sportfreunde Stiller, Heino, Howard Carpendale, Helene Fischer etc. etc. hören… Nein, das kann auch keiner wollen. Da halte ich es mit Paracelsus der damals schon wußte: „Die Dosis macht das Gift“. Aber gefühlte 97% der derzeit laufenden Musiktitel sind englischsprachig. Erschwerend hinzu kommt noch, dass kaum noch ein Moderator, wenigstens ein bisschen, bayerische Klangfarbe in der Stimme hat. Hier wären die österreichischen Sender schon ein Vorbild, dort müssen die Ansager Ihren Dialekt weder verleugnen, noch sich dafür zu schämen. Schämen muss ich mich für Moderatoren(innen) im BR die der Auffassung sind, sich mit einem herzlichen „Tschüüüß“ verabschieden zu müssen. Peu à peu wurde eine Blasmusiksendung nach der anderen aus dem Programm genommen, wie z.B. die Blasmusik für Frühaufsteher zwischen 5:00Uhr und 06:00 Uhr oder aber auch samstags zwischen17:30 Uhr-18:00 Uhr. Hoffentlich schlagen unsere politischen Vertreter jetzt einmal gewaltig auf den Tisch und bringen diese enthobenen Irrlichter im BR wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Um auch den Jungen musizierenden Menschen die sehr viel Zeit Energie und auch Geld in Ihr Hobby stecken den Rücken zu stärken. Denn jetzt haben sie die Gelegenheit, der vielen, schönen und salbungsvollen Worte bei Gau-oder Musikerfesten usw. bei denen stets die Wichtigkeit von Vereinen und musikalisch Bildung hervorgehoben werden auch Taten folgen zu lassen! Sollte es tatsächlich zur Absetzung dieser Blasmusiksendung am Sonntag zwischen 11:00 Uhr und 12:00 Uhr kommen, werden sich bestimmt aus allen Blasmusikverbänden und Orchestern genügend Musiker finden um den Verantwortlichen im BR dann min. 1mal pro Woche vor dem Funkhaus den Marsch zu blasen!!! Wo liegt denn bitteschön der Fortschritt, wenn ich für 1-2Std. Unterhaltung zusätzlich zu meinen bisherigen Empfangsgeräten Wohnzimmer: Fernseher (m. Radio),- Autoradio, oder in der Arbeit Handtelefon (m. Radio), mir dann noch zusätzlich 3 DAB-Kastl kaufen muss? Und warum müssen jetzt die Volksmusiksendungen verschwinden, wenn wie Leserbriefschreiber doch wissen das UKW sowieso ein Auslaufmodell ist?

Hans Neubauer Münsing

Als jugendliches Mädel hörte ich lieber den AFN. Bayern 1 fand ich damals etwas altmodisch. In den Achtzigern kamen die Privatsender auf und ich fand diese Super. Endlich konnte man nachts auch Musik hören! Heute regen mich diese Privatsender auf. Den ganzen Tag nur englische und alle Stunde sich wiederholende Musik, die ich ja überall in jedem anderen Sender auch hören kann und die Moderatoren mit ihrem mediendeutschen Genuschel wie ein Til Schweiger es zu sprechen pflegt. Außerdem werden ständig und bei jeder Gelegenheit Witze um des witzig sein Wollens um jeden Preis, gerissen. Das langweilt mich, ist affig und hat wenig Klasse. Tatsächlich bin ich in die Jahre gekommen. Da lacht man nicht mehr über jeden Schmarrn. Wie sich die Zeiten doch ändern! Da hat Herr Ogiermann schon Recht, denn auch das Geschmacksempfinden ändert sich, jedenfalls bei mir. Deshalb bin ich auf den Geschmack gekommen und höre seit einiger Zeit wieder Bayern 1. Dieser Sender gefällt mir mittlerweile. Im Büro hören wir einen anderen Sender der jeden ein bisschen anspricht, aber auch jeden ein bisschen aufregt - durchschnittlich halt. Da finde ich es richtig herzerfrischend auf dem Heimweg im Autoradio einmal schön laut „Volksmusik“ in B1 zu hören. Auch nach einer Bergwanderung oder einem Skiausflug …..richtig schööön… das grooved, geht ins Herz und macht fit. Man weiß, dass man daheim ist, wenigstens eine Stunde lang. Grad bin ich auf den Geschmack gekommen, da will Bayern 1 ein durchschnittlicher Allerweltssender werden. Gut dass sich derweil Bayern 1 noch sprachlich abhebt. Wird man aber in zwanzig Jahren auch so preußeln wie es bei den anderen Münchner Radiosendern (Antenne Bayern und Charivari) schon üblich ist? Vielleicht passt dann unsere südhochdeutsche Variante der Aussprache auch nicht mehr ins Umfeld von Rock und Popmusik und man will sich dem neu hinzugezogenen Publikum anpassen? Dann kann sich der Bayerische Rundfunk eigentlich gleich selbst abschaffen. Er wird dann nichts Besonderes mehr sein. Wir können B1 dann im Büro hören. Seine Musik wird niemand stören und niemand mitreißen. So ein richtig fades Einerlei für den Durchschnittstyp! Für mich steht fest: ich kaufe mir keinen digitalen Radio den ich auf meinen Beifahrersitz stelle. Ich spinn ja ned!

Romana Bigl München

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