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Leserbriefe

Werden wir die Briten noch beneiden?

Dirk Ippen: England: mutig – frei – allein; Kolumne „Wie ich es sehe“; 25./26. Juli

Herr Dr. Ippen hat schon fast alles aufgezählt, von was sich die Briten „befreit“ haben. Befreit von einem überbordenden Beamtenapparat, der sich den kostspieligen Luxus erlaubt, monatlich von Straßburg nach Brüssel hin und her umzuziehen, um dort teilweise unsinnige und unnötige Verordnungen zu erlassen.

Allerdings fehlt ein wichtiger Fakt zur Brexit-Entscheidung der Engländer, der in deutschen Medien kaum erwähnt wird, nämlich der, dass sehr viele Engländer keinen ungeordneten Zuzug von Migranten mehr wollten. Wenn die solche Meldungen erfahren, dass in Deutschland täglich 300 bis 400 illegale Migranten einwandern (Münchner Merkur vom 24. Juli), dann werden sie sich mehr als bestätigt fühlen. Zudem mussten sie sich nicht mehr an diesem neuen wahnwitzigen EU-Geldverteilungsmechanismus beteiligen, der auch wieder ohne große Vorbedingungen (Rechtsstaatlichkeit, Migrantenverteilung et cetera) beschlossen wurde. Vielleicht werden wir eines Tages die Engländer noch beneiden!

Werner Lutz

Rottach-Egern

Mir spricht der Kommentar aus dem Herzen, denn ich bin auch vom Erfolg der Engländer überzeugt. Ein Volk voller Neugier und Abenteuerlust und auch zu Höchstleistungen fähig. Schließlich darf man nicht vergessen, dass es Leute dieser Nation waren, die die Dampfmaschine nutzbar gemacht und sich damit 50 Jahre technischen Vorsprung vom Rest der Welt geschaffen haben. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte konnte Muskelkraft von Mensch und Tier durch Maschinenkraft ersetzt werden. Welch grandiose Leistung!

Auch die größte medizinische Leistung kam von der Insel (Penicillin). Ausgestattet mit so viel Können und Wissen, kann eine Nation durchaus selbstbewusst auftreten. Sie sind nicht auf die Nutzung von Leistungen anderer angewiesen, sondern können es selber besser.

Da kann Deutschland mit seiner fragwürdigen Vergangenheit nur neidisch rüberblicken. Ein Volk, das lange den Errungenschaften der Französischen Revolution hinterhergehinkt ist, das im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege angezettelt und – eigentlich noch schlimmer (beziehungsweise im Nachhinein „Gott sei Dank“) – beide verloren hat, das einen schwerstkriminellen Österreicher zum Staatsoberhaupt gewählt hat, für so ein Volk ist es besser, im Schoß einer Staatengemeinschaft zu sitzen, in dem keine rechtliche Dominanz vorherrscht. Deswegen ist die jetzige Lösung schon in Ordnung. England wieder als künftige Macht in Augenhöhe mit dem Rest der Welt und Deutschland nur als ein Teil einer komplizierten, aber hoffentlich lang anhaltenden Staatenorganisation. Die Übertragung von mehr Macht würde ich äußerst kritisch sehen.

Franz Fellermayer

Finsing

Ich muss mich schämen, Deutsche zu sein! Freiheit und Recht – sind das bei uns nur noch Worthülsen? Und nur anwendbar, sofern sie dem Einzelnen, einer Gruppe Vorteile, Finanzen und Macht versprechen. Hatten wir als Deutsche nie offen gezeigte Zivilcourage, oder haben wir sie durch unsere Kriege und unser manchmal Schmalspurdenken verloren?

Charlotte Gummert-Schulze

Glonn

Herr Dr. Ippen hat sich in seiner trefflichen Wochenendkolumne einmal mehr deutlich gegen eine Standardbeschallung unserer Berliner Politik und willfähriger Mainstreammedien gestellt.

Ja, neben Rechtsbeugungen/-brüchen vor allem der Maastricht- und Lissabon-Verträge wurde – dank Corona – durch aktuelle EU-Gipfelbeschlüsse der Weg in eine europäische Schuldengemeinschaft unumkehrbar geöffnet und damit zugleich die Grundlage der Gemeinschaftswährung Euro samt aller Schwüre und Versprechungen unserer Politiker geschrottet. Wie kann eine Staatengemeinschaft, in der das möglich ist, funktionieren? Auch diese hunderte Milliarden, die insbesondere von uns „reichen“ Deutschen in den Club Méditerranée transferiert werden, sind unrettbar verloren. Wie erklärt unser Wirtschaftsminister Peter Altmaier das?

Diese überschuldeten Südstaaten bräuchten das Geld, um die bei uns produzierten Waren kaufen zu können, damit die deutsche Wirtschaft am Laufen gehalten wird. Wie war das noch mit Target II? Ich habe noch nie einen Bäcker gesehen, der an die Passanten vor seinem Laden Geld verteilt, damit sie seine Semmeln kaufen. Die Engländer haben in einem epochalen Volksentscheid für einen Austritt aus der EU gestimmt und sich von Fesseln befreit, obwohl ihnen über Jahrzehnte üppigste Vergünstigungen seitens der EU gewährt wurden. Sie können ihr Credo „Carry on“ leben, mutig und frei. Allein werden sie dabei nicht sein.

Dr. Karl Hermann Behrens

Odelzhausen

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