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Leserbriefe

Umwidmung in Istanbul

Georg Anastasiadis:Erdogans böses Gebet;Kommentar; Ein Affrontgegen die christliche Welt; Im Blickpunkt 25./26. Juli

Das Byzantinische Reich wurde durch einen 4. Kreuzzug 1204 von katholischen (Lateiner) Christen (Venediger und Franken) angegriffen. Konstantinopel wurde drei Tage ausgeplündert, es wurde gemordet und vergewaltigt, seine Kunstschätze sind immer noch in Venedig zu sehen. Das Ergebnis: Das Byzantinische Reich wurde aufgeteilt in ein Lateinisches Kaiserreich und Königreich. Erst 1261 gelang es den Byzantinern, ihr Reich wiederherzustellen, aber es war nach dem 4. Kreuzzug nicht mehr das Bollwerk, das Europa 500 Jahre schützte. Für die Osmanen war die Einnahme Konstantinopels im Laufe des 15. Jahrhunderts nur eine Frage der Zeit mit dem Fall 1453.

Rom, das damals hinter Byzanz stand, versuchte alles, um die Ostkirche zu schwächen. Sogar der Papst entschuldigte sich bei einem Besuch beim Patriarchen in Istanbul für das Verbrechen der Katholiken. Den Osmanen fiel das geschwächte Reich in den Schoß. Aber auch die abendländischen Christen hatten eine Mitschuld.

Fritz Carl

Gilching

Die allgemeine Diskussion über die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee ist meines Erachtens einseitig durch eine politisch-historische Betrachtungsweise gekennzeichnet, so dass der religiös-theologische Aspekt dabei zu kurz kommt, wie ihn der im Rahmen des Berichts zitierte Autor Feridun Zaimoglu zu Recht angesprochen hat.

Es ist sicherlich unbestreitbar, dass diese von Präsident Erdogan ins Werk gesetzte Umwandlung von ihm im Sinne der Erhaltung und Steigerung seiner Macht nach innen und außen instrumentalisiert wurde und wird, durchaus auch als „Affront gegen die christliche Welt“.

Dennoch darf mit Feridun Zaimoglu gefragt werden, ob es nicht die wahre Bestimmung eines Gotteshauses ist, dass dort Gott angebetet wird und nicht als „Verwahranstalt und Showroom von Kultgegenständen“ genutzt wird. Die eigentliche „Entweihung“ war, so gesehen, die 1938 durch Atatürk im Sinne der Untermauerung seines laizistischen Staatswesens erfolgte Umwidmung der Hagia Sophia in ein Museum.

Eine solche Diskussion sollte freilich vor dem Hintergrund der neueren Bestrebungen zur Herbeiführung einer weltweiten „großen Ökumene“ aller Religionen geführt werden, wie sie etwa 2019 auf der Weltversammlung der Religionen in Lindau thematisiert wurde. Es wird eben keinen dauerhaften Weltfrieden ohne Frieden unter den Religionen geben.

Prof. Dr. Adolf Dietz

Germering

Die Hagia Sophia ist das drittwichtigste Gebäude des Islam nach der Kaaba in Mekka und der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem. Letztes Jahr hat Präsident Trump Jerusalem, einen heiligen Ort der Muslime, offiziell als Hauptstadt des Staates Israel anerkannt. Daraufhin versprach Erdogan als Reaktion, die Hagia Sophia in eine Moschee zu verwandeln. Niemand hat das für möglich gehalten, aber Erdogan findet seine Rechtfertigung im amerikanischen Verhalten.

Peter Mühlberger

München

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