Leserbriefe

Abwärmeauskopplung

Klima

An dieser Stelle möchte ich Lösungen aufzeigen, den CO2-Ausstoß um 30 bis 50 Prozent zu senken.

Konsequente Abwärmeauskopplung von Kraftwerken. Dass dies funktioniert, beweist das Kraftwerk Zolling, das die Abwärme nach Freising und bis zum Flughafen leitet. Die umliegenden Orte Langenbach, Haag und Zolling lässt man kalt. Allein das KKW Isar 2 mit 1400 MW el könnte mindestens 30 Prozent davon als thermische Energie nach Landshut und die umliegenden Orte auskoppeln, was 42 000 l Heizöl/Stunde entspricht. Eine weitere Möglichkeit wären Kraft-Wärme-Inselnetze. In Au beispielsweise ließe sich derartiges ohne Probleme auch nachträglich realisieren (circa ein MW). Bei Neubausiedlungen ließen sich derartige Lösungen ohne große Mehrkosten realisieren. Nur der Wille fehlt, weil nach Aussage des Bürgermeisters die Kommune die Energie vergleichsweise günstig einkauft. Dass aber auch er als Privatmann das subventioniert, ist ihm scheinbar nicht bewusst. Solche Anlagen kann man mit Bio-Erdgas, aber auch mit Hackschnitzel betreiben. Ein niederbayerischer Hersteller bietet solche Anlagen in der Leistungsklasse 20, 30 und 45 kw el mit doppelter Wärmeleistung an, die man auch kaskadenförmig nach jeweiligen Erfordernissen erweitern kann. Hier lässt sich heimischer Brennstoff mit bester Ökobilanz und Wertschöpfung vor Ort veredeln. Die Förderung von Holzpellets ist doch der größte Schwachsinn.

Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Wärmerückgewinnung von Kühlanlagen. Sämtliche Supermärkte ließen sich damit problemlos beheizen. Innovationsgeist von Klima- und Kälteanlagenbauern und -Herstellern wäre hier dringend nötig. Wärmepumpenheizungen beweisen die Funktionalität dieser Technik.

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl an verschiedenen Techniken, die mit Elan vorangetrieben werden müssen, um die Energiewende zu realisieren. Doch dafür braucht es erhebliche finanzielle Mittel.

Zur Förderung obiger Lösungen kann ich mir eine Luxussteuer und nicht eine CO2-Abgabe vorstellen. Durch diese sollten alle Güter und Dienstleistungen, die über dem durchschnittlichen Wert liegen, zusätzlich progressiv besteuert werden.

Hier träfe es dann die Klientel mit großem ökologischen Fußabdruck, und nicht nur immer den kleinen wehrlosen Bürger.

Franz Hofstetter

Au i. d. Hallertau

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