Leserbriefe

Starken Sprüchen sollten Taten folgen

Diverses zu Corona

Als ich am Donnerstag voriger Woche den grünen Markt in Miesbach besuchen wollte, wurde ich aufgefordert, unter freien Himmel ohne Massenandrang eine Maske zu tragen. Als ich dem nicht folgte, wurde ich des Platzes verwiesen mit dem Hinweis, es ist nur in München auf dem Viktualienmarkt und Wiener Platz gestattet, als Besucher keine Maske zu tragen.

Ja, wo sind wir denn? Ausgerechnet in der Großstadt ist es mit vielen Covid-19-Fällen erlaubt und in den kleinen Orten von Bayern nicht. Wir haben keinen einzigen Fall schon seit geraumer Zeit in Miesbach und im Kreiskrankenhaus schon gar nicht.

Aber es geht noch weiter. Im Freibad sind die Sitzbänke abgebaut, und die Kinder können nicht auf den Bolzplatz, alles wegen Corona in Miesbach ohne Corona-Fälle. Früher war Bayern ein Land mit dem Motto: Leben und leben lassen! Diese Zeit ist lange vorbei. Wir haben dank unseres Ministerpräsidenten einen sehr gut funktionierenden Polizeistaat – wie im ehemaligen Preußen – mit Verordnungen, die zum großen Teil widersinnig sind. Vielleicht ist ja sein Motto: Leute, bleibt allein zu Hause ohne Kontakte, ohne Freunde und ohne Freude!

Auf freiwilliger Basis kann man viel mehr erreichen. Wer Maske tragen will, trägt sie, und wer zu anderen Menschen gehen will, soll es tun. Dieser Corona-Hype ist unerträglich. Ich gehöre zur Risikogruppe und habe keine Angst vor dem Virus. Mit normaler Hygiene und Abstand, den die meisten Leute einhalten, ist genug getan, und die paar anderen, die sich nicht an die Regeln halten, werden wir verkraften. Allerdings ein ganzes Volk so zu zwingen, nimmt ein böses Ende.

Heide Hübner

Miesbach

Die Bevölkerung ist eh’ schon ziemlich „fix und foxi“, richtig voll im „Hü-und-hott-Corona-Wahn“! Was tun wir nun in dieser Situation? Machen wir endlich Schluss mit dieser „Endlos-Testerei“, eben „Augen zu und durch“, oder testen wir munter weiter und voll drauf los; Tests „rund um die Uhr“, von frühmorgens bis spät in die Nacht hinein, so lange, bis wir endlich fündig geworden sind? Mit welchem Ergebnis würde es sich dann wohl besser (über)leben lassen?

Ulrike Schwarz

Büchenbach

Herr Söder – starke Worte, aber viel heiße Luft? Corona-bedingt haben wir erstmals mit dem Wohnmobil Deutschland durchfahren und alle zwei bis drei Tage die Location gewechselt. Schlusslicht in Sachen Corona-Schutzmaßnahmen und Verständnis war mit Abstand das Bundesland Bayern. Beispiele: samstags in Bamberg ein Gedränge in der Altstadt und vor den Brauereien wie am Ballermann, Abstand halten Fehlanzeige; in einer Boutique wird meine Frau auch von der Ladenbesitzerin angesprochen, die Maske abzuziehen – „so was brauchen wir hier nicht“. Wir sind zutiefst irritiert, da in der Presse von Bayern ein anderes Bild vermittelt wird.

Beispiel 2: Campingplatz Bamberg. Hier ist jedes Urinal und jedes Waschbecken frei benutzbar. In der Pfalz und in Baden-Württemberg waren immer nur jedes zweite davon benutzbar, die anderen gesperrt. Dass auch noch der Dyson-Handlufttrockner aktiviert ist, schlägt dem Fass endgültig den Boden aus. Herr Söder: Tun Sie was in Ihrem Land – Corona ist da – mitten drin in Ihrem Land, und Sie sind schlecht aufgestellt. Starken Sprüchen sollten auch Taten folgen.

Steffen Hammer

Bockenheim

Jetzt reicht’s mir aber schon. Im Anfang der Corona-Krise wurde von der bayerischen Staatsregierung richtig re-agiert. Verschiedene Maßnahmen wurden schnell umgesetzt. Dann passierte es aber bei Tönnies, einem Mastbetrieb für Geflügel in Bayern und bei einem Spargelbauern in Ichenhausen. Überall wurden Niedriglöhner oder Erntehelfer aus Gebieten eingesetzt, in die man nicht mehr reisen durfte. Das war auch so richtig. Nur unsere Staatsregierung hat nicht reagiert auf die eingeschleppten (angesteckten) Erntehelfer, oder Arbeiter aus dem Osten durften ohne Auflagen einreisen. Es wurde den Betrieben oder Bauern auch keine Auflagen gemacht. Die Arbeiter wurden weiter in Massenquartieren untergebracht. Quarantäne wurde für diese Leute nicht zur Pflicht.

Unsere Urlauber sollen jetzt 14 Tage in Quarantäne, wenn sie aus den Ländern im Süden oder Westen kommen. Warum haben diese Betriebe die Menschen weiter in Massenunterkünften untergebracht? Es hätten auch Zelte oder Turnhallen zur Verfügung gestanden, damit die Verbreitung nicht so möglich gewesen wäre. Alle in eine Quarantäne von 14 Tagen auf Kosten der Subunternehmer hätte dies alles verhindern können. Wer von unseren Ministern konnte nicht so weit denken?

Manfred Schön

Hattenhofen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Atombombenabwurf
Pearl Harbor und Hiroschima; Leserforum 13. August
Atombombenabwurf
Stoppt die Radl-Rambos
Nur für Radl-Rambos;Leserforum 16. Juli
Stoppt die Radl-Rambos
München im Griff der Radler
Radler und Autofahrer:Das geliebte Goldene Kalb und die Melkkuh der Nation; Leserforum 10. August
München im Griff der Radler
Diskussion über Corona-Auswirkungen
GesunderMenschenverstand;Leserforum 8./9. AugustBeeinflussbarkeit der Massen; Leserforum 10. August
Diskussion über Corona-Auswirkungen

Kommentare