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Debatte um Corona-Maßnahmen

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Kommentare

Diskussion um Verschärfung der Corona-Maßnahmen; Leserforum 7. Januar

Ständig wird von allen Medizinern und Politikern zum Boostern aufgerufen. Offenbar gibt es aber zwei Klassen Booster-Impfungen: Einmal die dritte Impfung, die überall als Boosterung akzeptiert wird, und andererseits die zweite Impfung von Corona-Genesenen, die ja bisher nur zwei Impfungen erhalten können.

Leider musste ich nun bei einem Thermen-Besuch feststellen, dass dies nicht als Boosterung akzeptiert wird und ein Testnachweis erbracht werden muss. Wer kann mir erklären, worin der Unterschied zwischen den beiden Impfungen besteht? Angeblich handelt es sich „nur“ um eine Gesetzeslücke, die jedoch für uns Genesene mit zwei Impfungen bei der geplanten Änderung der Kontakt- und Quarantänebestimmungen erheblich ist, denn dann würden wir sogar für einen Restaurantbesuch einen Testnachweis benötigen.

Maria Fink

München

Gernot Rösler: Corona – wie geht es weiter?; Leserforum 5. Januar

Sehr geehrter Herr Rösler, es gibt immer mehr als nur eine Meinung, und das ist auch gut so! Handelt es sich bei der von Ihnen gemeinten Studie der beiden schwedischen Universitäten um die Autoren Jiang, H. und Mei, Y.-F. mit Titel „SARS-CoV-2 Spike Impairs DNA Damage Repair and Inhibits V(D)J Recombination In vitro“ (erschienen in der Fachzeitschrift Viruses 2021, 13, 2056)? Falls ja, dann wäre es für alle dadurch verunsicherten Leser auch interessant zu erfahren, dass von der Redaktion der entsprechenden Fachzeitschrift Viruses am 22. Dezember 2021 eine entsprechende Meldung nachgereicht wurde, die der Studie bezüglich Durchführung und Schlussfolgerungen Zweifel angedeihen lassen. Außerdem: Da Ihrer Meinung nach die US-amerikanischen Behörden besser über Impfnebenwirkungen informieren als die deutschen, hier eine kurze Zusammenfassung der US-amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC zum Thema: „COVID-19 vaccines are safe and effective“ (Quelle: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/vaccines/safety/adverse-events.html, abgerufen am 6. Januar 2022).

Dr. rer. nat. Benedikt Leis

Wolfratshausen

Laura Felbinger: Corona-Demo eskaliert wieder; München 7. Januar

Die wütenden Demonstrationen in Sachen Corona – nicht nur in München, sondern bundesweit – richten sich gegen das Impfen und sonstige Vorkehrungen zum Schutz vor der Pandemie. Sind es aber wirklich nur übertriebene Ängste und Sorge um das eigene Wohlergehen und die Gesundheit, was die Menschen auf die Straße treibt? Es ist unbestreitbar: Spaßgesellschaft war gestern, damit ist es erst einmal vorbei. Diese unangenehme Wahrheit ist vielleicht der eigentliche Grund für die dumpfen, aber sehr massiven Proteste.

Dr. Hans Christian Hummel

Hannover

Als ehemaliger Polizeibeamter bin ich bei der momentanen Berichterstattung über die Corona-Maßnahmen-Gegner erheblich verwundert. Lese und höre ich doch täglich, wie sich der geimpfte und damit gute Bürger (um nicht falsch verstanden zu werden, ich bin geimpft) und die Journalisten herzzerreißend Sorgen um die Gesundheit der Polizeibeamten machen.

Dass die bösen rechten Impfgegner mal bloß nicht auf Polizeibeamte einschlagen. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, dass es irgendjemanden ernsthaft interessiert hat, wenn Polizisten bei Demos von linken Chaoten schwer verletzt worden sind, bis zur Dienstunfähigkeit. Bei linken Demos ist das ja „gut“ und normal, weil die Polizei der Gegner ist. Ich erinnere an G7 in Hamburg oder AKW-Demos. Schade, die Gesellschaft ist halt verlogen.

Rolf Koch

Garmisch-Partenkirchen

Georg Anastasiadis: Omikron und das Kreuz mit der Impfpflicht; Kommentar 7. Januar

In seinem Kommentar zu „Bundestag verschiebt Debatte“ schreibt Herr Anastasiadis: „Gesundheitsminister Lauterbach wirbt weiter für Impfpflicht: Omikron werde wohl nicht die letzte Mutation bleiben und die nächste, vielleicht schon im Herbst anrollende könne ebenso ansteckend sein, aber viel gefährlicher.“ Ich bin genesen, geimpft und geboostert. Nach dieser Einschätzung von Herrn Lauterbach habe ich aber große Zweifel, ob wir unser unbeschwertes Leben vor Corona jemals wieder zurückerhalten oder uns nur noch die Erinnerung daran bleibt.

Gottfried Srb

Erding

In Afrika wurde jetzt eine neuartige Malariaimpfung ab fünf Monate zugelassen. Bei uns werden Kleinkinder gegen viele Viruserkrankungen mit erheblichen Nebenwirkungen problemlos geimpft. Aber seit Corona ist Impfen verteufelt. Selbsternannte Medizingenies bereichern uns mit Fantasievorstellungen und lösen einen Spaziergängerboom aus. Pflegekräfte, die eigentlich ihre Schützlinge behüten sollten, demonstrieren gegen die Impfpflicht. Unsere drei Weisen (Drosten, Wieler, Mertens), die seit zwei Jahren durch ständig wechselnde Ansichten die Hauptschuld an der Impfskepsis tragen, sind wieder im Expertenrat, aber keiner aus der Immunologie, Sportmedizin, Psychiatrie. Wäre die StiKo ein Feuerwehrchef, würde bei einem Großbrand mit dem Löschen abgewartet, bis man die Spätfolgen des Wassereintritts auf Bodenbeläge genau untersucht hätte. In Südafrika lässt man mit Omikron Infizierte arbeiten und hier feiert man es als Erfolg nur noch sieben bis zehn Tage in Quarantäne zu müssen. Geboosterte werden mit Totalentzug von Sport/-Kulturveranstaltungen belohnt. Man könnte sagen, in der Bevölkerung gilt das Motto: Es gibt viel zu tun, packen’s wir an! Oder: Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!

Bei Politikern und Expertenrat: Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts. Könnte man nicht die harmlosere Omikronvariante zur schnelleren Durchseuchung nützen, um wieder zu einem normalen Leben zurückzukehren?

Rudi Lex junior

Bad Heilbrunn

So, so, die Kulturministerkonferenz (die scheint es tatsächlich noch zu geben) erkennt plötzlich an, dass Kultur von „höchstem gesellschaftlichen Wert“ sei. Ja, dürfen die denn das? Was werden wohl Söder und der noch schlimmere Kulturverhinderer Kretschmer dazu sagen? Für sie galt doch bisher: Kultur ist gefährlich, Kultur muss eingeschränkt, Theater, Konzert- und Opernhäuser, diese schlimmsten aller schlimmen Virenschleudern, möglichst geschlossen werden! In Bayern beispielsweise werden 75% der potenziellen Besucher von Kulturveranstaltungen durch staatliche Willkür ausgesperrt, in Sachsen findet Kultur generell nicht mehr statt. Leider regt sich bei den großen Theatern, Opern- und Konzerthäusern kaum Protest, deren Intendanten fürchte offensichtlich um ihre Pöstchen. Was helfen wissenschaftliche Studien, die von der Politik nicht gelesen oder nicht verstanden werden; was helfen 2G, Masken, Lüftungs- und Hygienekonzepte oder Testpflicht, wenn die verantwortlichen Politiker davon nichts wissen wollen? In den Kultureinrichtungen passieren natürlich Dinge, von denen Söder und Kollegen intellektuell überfordert sind. Kultureinrichtungen sind für diese Herrschaften Teufelszeug mit hochgefährlichen Auswirkungen: Sie regen zum Denken und Nachdenken an. Und diese Auswirkungen scheinen einige Möchtegern- Zügelanzieher zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Ende 2020 sagte ein gewisser Herr Peter Tschentscher, seines Zeichens erster Bürgermeister Hamburgs sinngemäß: „Gehen Sie in die Oper, das ist der sicherste Platz in Hamburg!“ Ein gewisser Markus Thomas Theodor Söder soll nach dieser Aussage kurzfristig zur Salzsäule erstarrt sein. Danach erfuhr man, dass „Freizeiteinrichtungen“ wie Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Bordelle umgehend zu schließen seien. Und jetzt fallen dem Herrn Söder und den anderen „Oberen“ plötzlich, nach fast zwei Corona-Jahren, die von ihren Gnaden installierten harmlos-braven und bisher meinungs- und wortlosen Kulturverantwortlichen in den Rücken? Was ist passiert? Sollte es doch noch Politiker geben, welche die Unlogik der bisherigen Coronapolitik erkennen, oder zumindest erahnen? Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wilfried Schneider

München

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