Blauäugig

Pflicht zur Wiedergutmachung; Leserforum 9. Oktober

Das Grundstück „Obere Gras-Str. 1“ (mit geschätzten 150-180 m2 Grund!) schreit förmlich nach einer maßvollen Nachverdichtung mit ca. 8 - 10 Wohnungen (statt bisher 2!) wie sie die Stadt München seit vielen Jahren an anderen Stellen teilweise äußert exzessiv - und fragwürdig - zulässt. Es ist von beiden Seiten von 4 1/2 stöckigen Mehrfamilien-Häusern und ca. 12 m hohen Brandschutzwänden eingequetscht und kann nur von der Westseite belichtet werden. Sicher kein Luxus-Projekt! Der unternehmerische Mut des Grundstückerwerbers. sich an ein solches Mini-Projekt (mit deutlich erhöhten Baukosten und Risiken!) zu wagen, verdient Respekt oder lässt eine erhebliche Blauäugigkeit vermuten. Die massenhaft verbreitete Behauptung, der Eigentümer und Bauherr würde durch den Abriss mindestens zwei Millionen Mehr-Gewinn erzielen, ist schlichtweg eine „ verleumderische, dreiste Lüge „ und gleicht einer Hetzjagd. Im Übrigen würden dem Fiskus davon ca. 900 000 Euro an Ertragssteuem zugutekommen und weitere 800 000 Euro an Lohnsteuer und MWSt aus den Baukosten zufließen. Der fragwürdige Denkmalschutz für die beiden – nicht mehr sanierbaren – kleinen Uhrmacher-Häuschen, ohne jegliche architektonischen Akzente (in denen bestenfalls noch ein Vogel aus der Kuckucks-Uhr eines längst verstorbenen Uhrmachers schlummert), hätte längst aufgehoben werden müssen! Nur so wäre unserem Sozialstaat gedient! Eine Verpflichtung zum Wiederaufbau mit dem bisherigen Volumen von nur ca. 200 qm Wohnfläche - an dieser innerstädtischen U-Bahnnahen Lage - wäre schlichtweg Verschwendung von wertvollen Grundstücks-Ressourcen. 

Dipl.-Ing. Ulrich Schlereth München

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