Privilegien auch moralisch legitimiert

Abschieben nach Afghanistan?; Leserbriefe 27. Februar

Eine Leserbriefschreiberin aus Oberau hinterfrägt Herrn Gaume, ob es etwa sein Verdienst sei in Deutschland geboren zu sein. Durch so eine provokante Frage soll suggeriert werden, dass es rein zufälliges Glück ist, aus dem sich kein bevorzugter Anspruch gegenüber einem Menschen außerhalb Deutschlands ableitet. Arbeit, Wohlstand, Sicherheit und Freiheit sind jedoch nicht einfach so da, sondern müssen erst mal geschaffen und dann erhalten werden. Dazu sind unsere Eltern und Großeltern durch ihren Beitrag für uns in Vorleistung getreten, was die Privilegien eines deutschen Staatsbürgers auch moralisch und nicht nur nach dem Grundgesetz legitimiert. Herr Gaume muss sich daher überhaupt nicht rechtfertigen, aber vielleicht sollten die afghanischen Eltern der Flüchtlinge kritisch hinterfragt werden, ob die zunehmende Verelendung nicht ursächlich mit der persönlichen Familien(un)planung zusammenhängt. Ein Bevölkerungszuwachs von 1,5% bedeutet in lediglich 20 Jahren beispielsweise weltweit zusätzlich 600 Mio. Muslime, also mehr als es in der europäischen Union insgesamt Einwohner gibt. Damit in Zukunft unsere Kinder und Kindeskinder die Tatsache, hier geboren zu sein auch weiterhin als Glück empfinden dürfen, müssen wir daher heute verantwortlich und nicht naiv mit der Zuwanderung umgehen. Weiterhin beschreibt der Brief sinngemäß Grenzen und Nationen als unwichtig. Wenn es allerdings ums Bezahlen für die Willkommenskultur geht (Zitat: „Ganz doll liebhaben“), dann ist der Staat gut genug. Von den 2016 in Deutschland für die Flüchtlinge benötigten 22 Mrd. Euro pro Jahr wurden nur 0,6 Mio. durch Spenden erbracht, also weniger als 0,03 Promille, der Rest durch die Gemeinschaft. 

Josef Sporer Seeshaupt

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kleines Dankeschön
Staatsbetrug an Rentnern; Leserforum 15. September
Kleines Dankeschön

Kommentare