Leserbriefe

Die Gefahr der Atomenergie durch Kernspaltung

Pia Rolfs: Zurück zur Kernkraft?; Interview mit Björn Peters; Politik 29. Oktober

Die Atommüllendlagersuche hat ein Ende; denn es ist laut Björn Peters ein völlig überschätztes Problem. Der Atommüll ist kein Gefahrstoff, da wir damit sehr gut umgehen können und niemand daran gestorben ist. Meint dieser Politikberater. Demgemäß müsste Herr Peters auch nichts dagegen haben, wenn das Atommüllendlager unmittelbar in seiner Nachbarschaft entstehen würde. Er sollte dazu einladen.

Die bislang unbestreitbare Gefahr der Atomenergie durch Kernspaltung hat sich scheinbar in Luft aufgelöst? Es gibt ja innovative Ideen, die die Kernspaltungsreaktoren zu harmlosen Energielieferanten mutieren lassen! Meint Peters. Was er nicht sagt: Die Kosten der Stromerzeugung mittels Atomspaltung haben Deutschland bislang 300 Milliarden Steuergelder gekostet.

Ich kenne das Problem des Atomlagers Asse: Es muss aufgrund der Grundwassergefährdung ausgeräumt und – tja, wohin? – neu eingelagert werden. Bislang gehen die Schätzungen von drei Milliarden Euro aus, die wir Steuerzahler berappen müssen – nicht die ehemaligen Kraftwerksbetreiber!

Reinhardt Renz

Seeshaupt

Es gibt weltweit kein sicheres Endlager für Atommüll. Und auch Deutschland sucht erst ein Endlager. Die Kosten für die Endlagersuche trägt der Steuerzahler. Billiger Atomstrom?

Wir könnten mit der Energiewende schon viel weiter sein, wenn die bisherige Bundesregierung nicht alles ausgebremst hätte. Als Beispiel nur das von Bundesminister Peter Altmaier vorgestellte Mieterstromgesetz. Ein bürokratisches Monster, das ein Verhinderungsgesetz für Fotovoltaik ist.

Konkretes Beispiel: Wir haben eine Fotovoltaik mit Batteriespeicher installiert. Wir dürfen die vermietete Einliegerwohnung nicht mitversorgen, weil wir sonst wie ein großer Energiekonzern behandelt werden. Technisch und von der Kapazität überhaupt kein Problem, aber offensichtlich politisch bisher nicht gewollt.

Oder durch erfolgreiche Lobbyarbeit der Energiekonzerne absichtlich so kompliziert gemacht, dass es nicht praktikabel ist?

Beate Reisenberger

Eching

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