Leserforum

Enges Rennen im Münchner Osten

Klaus Vick und Sascha Karowski: Ein enges Rennen; München 26. August

Danke für Ihre Wahlprognosen für den Münchner Osten. Wie in ganz Deutschland geht es auch hier um alles oder nichts. Die junge, grüne Vaniessa Rashid ist für mich ein unbeschriebenes Blatt und hat sich bisher bei keinem Thema überzeugend, wenn überhaupt geäußert. Was steht dahinter? Anders beim CSU-Kandidaten Wolfgang Stefinger. Er ist ein gestandener Münchner, hat studiert und seinen Doktor ohne Abschreiben gemacht. Nicht nur im Münchner Osten, sondern auch im Bundestag habe ich ihn bei seinen Statements bestens in Erinnerung. Seine Bundestagsreden haben immer Hand und Fuß. Ja genau diese jungen Berufspolitiker brauchen wir für den nächsten Bundestag. Da er ohne Listenplatz auftritt, zeigt er das nötige Selbstvertrauen zu sich und seiner Politik.

Karl Thomasser

München

Zum Bundestagswahlkampf; Leserforum 26. August

Die jüngsten Wahlumfragen, insbesondere, dass Stimmkreise in München nicht mehr an die CSU gehen und damit der Einzug der Kandidaten in den Bundestag infrage gestellt ist, sollte ein entschlossenes Engagement der CSU und ein Ende der Sticheleien aus München bewirken. Mit einem starken Ergebnis könnte die CSU wirkungsvoll in den Koalitionsverhandlungen argumentieren. Eigentlich sollte schon zu denken geben, dass Olaf Scholz von den SPD-Mitgliedern nicht erste Wahl für den Parteivorsitz war, sondern ihn Frau Saskia Esken und Herr Norbert Walter-Borjans unter tatkräftiger Mithilfe von Herrn Kevin Kühnert hat überlassen müssen.

Olaf Scholz hatte in Hamburg beim G 20 erhebliche Probleme, als Finanzminister und damit letztlich Chef der Bafin trägt er politische Verantwortung für den Wirecard-Skandal und die Verluste der Kleinaktionäre, die sich die Papiere unter anderem zur Altersversorgung zugelegt haben. Erst vom Gericht musste er darauf hingewiesen werden, dass der Zinssatz, den die Finanzämter verrechnen, nach unten zu korrigieren ist.

Dr. Veit Welsch

München

Es wird heiß in den Medien; der Wahlkampf nimmt Fahrt auf und die Bürgerschaft zeigt diesbezüglich ihre Diskussionsfähigkeit. Recht so – nur sollte es im verbalen Austausch stets gesittet, frei nach demokratischem Verständnis erfolgen. Doch manche Vorgänge geben dennoch Anlass, dem Adrenalin freien Lauf zu lassen: Wiederum wurde die bayerische Seele bei der derzeitigen Kandidatenkür zur Kanzlerschaft aus den Hinterzimmern der CDU-Zentrale in stiefmütterlicher Art behandelt. Wen wundert’s, dass dann der Föhnwind aus dem Süden den CDU-Granden um ihre Ohren weht. Hier geht es doch ausschließlich um das Machtstreben einiger Unbelehrbaren, gegenüber einer unterzähligen CSU. Doch eine Stimmenoptimierung aus dem Süden möchte man sich schon erbitten. Mit diesen surrealen Vorstellungen sind keine Wahlen zu gewinnen. das Debakel diesbezüglich ist deutlich genug. Man erinnerre sich an einen Franz Josef Strauß, der einst den Nordlichtern die Fähigkeit eines gelingenden Wahlkampfes absprach. Zur Kandidatur eines Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland bedarf es einer gehörigen Portion Überzeugungskraft, verbunden mit der Gewissheit, das gesamte Parlament hinter seinen Rücken zu haben sowie in der Welt wahrgenommen zu werden. Ob dies einer rheinischen Frohnatur gelingen mag, sei dem Orakel anheim gestellt. Somit können sich die Wähler bereits jetzt schon auf neue Konstellationen einstellen; und nicht unbedingt zum Besseren. Sicherlich: Wenngleich man der Merkel-Ära viele Fehler zuschreiben möchte, sollten auch ihre zahlreichen positiven Momente während ihrer Legislaturperioden angerechnet werden. Wer ist schon fehlerfrei? Bereits die Bibel besagt in einem Gleichnis: „Wer sich frei von Schuld wähne, werfe den ersten Stein.“ Den nachfolgenden Regierungsparteien, welcher Couleur auch immer, sei aus Volkes Stimme auf den Weg gegeben: Ein „Weiter so“ kann nicht Programm der Zukunft sein, denn die Herausforderungen im politischen Spektrum beim Welthandel, dem Klimaschutz, sowie den sozialen Herausforderungen sind enorm. Ferner sollte bei den totalitären Staaten nicht versucht werden, diese nach dem Muster einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung umerziehen zu wollen. Stattdessen wäre es sinnvoll, den Zusammenhalt der freien westlichen Staaten zu forcieren. Ein starker deutscher Kanzler könnte eventuell diesen Traum zur Wirklichkeit werden lassen.

Helmut Prabst

Fürstenfeldbruck

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