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Es fehlt eine Lösung für die Entsorgung unbrauchbarer Brennstäbe

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Georg Anastasiadis: Atomkraft ja bitte – Lindners späte Einsicht; Kommentar 10. Juni

Die von Herrn Putin und dessen Clique verursachte schreckliche Invasion in die Ukraine und die damit verbundenen Maßnahmen bringen Deutschland in eine sehr schwierige Energiesituation. Es gilt nun fern jeglicher Ideologie über den temporären Weiterbetrieb der drei noch laufenden Kernkraftwerke und eine Wiederinbetriebnahme der drei zum Ende 2021 abgestellten Kernkraftwerke mehr als nur nachzudenken. Dass Herr Lindner das spät, aber hoffentlich nicht zu spät anregt, ist gut. Er soll standhaft bleiben und sich nicht beirren lassen. Die KKW-Abschaltung führt dazu, dass noch mehr (russisches) Gas und insbesondere Kohle zur Stromerzeugung verbrannt werden müssen, um drohende Blackouts zu vermeiden. Wenn die Regierung ernst machen will mit der Dekarbonisierung, dann führt ein deutscher Sonderweg ohne Kernkraft in die Irre oder zu unsicherer Stromversorgung und zu einem Anstieg der CO2-Emissionen. Wenn Ideologen, statt auf Kernenergie zu setzen, zusätzlich Kohle verbrennen wollen, dann sind all die Diskussionen über Treibhausgase nur leeres Gerede.

Gerhard Gehringer

Bad Tölz


Als Physiker und Schüler von Prof. Heinz Maier-Leibnitz finde ich es fatal, dass sich die Öffentlichkeit von den ideologischen Argumenten der Grünen einlullen lässt. Wahr ist, dass man es versäumt hat, eine Lösung für die Entsorgung unbrauchbarer Brennstäbe zu finden. Eine Wiederaufbereitung wurde ausgeschlossen und eine Endlagerstätte nicht einvernehmlich gefunden. Leider ist es so, dass die Mehrzahl der Deutschen die Wahl ihres Urlaubsortes mehr interessiert als die Zukunft unseres Landes. So überlässt man den Klimaschutz Leuten, die mit Halbwissen hausieren gehen.

Dr. Horst G. Abel

Sauerlach

Ein zu schneller Umstieg von Verbrennern auf Elektro-Autos wird den Ruf nach weiteren Investitionen in die Kernkraft lauter werden lassen. Interessant ist diese Vermutung auch, weil das uns im Bildungssystem überlegene Finnland schon vor dem Ukraine-Krieg den Bau eines neuen Atomkraftwerkes beschlossen hat. Und dafür will es sogar deutsche Ingenieur-Hilfe in Anspruch nehmen.

Hans Rentz

Waging am See

Das ist schon eine tolle Idee mit dem sauberen Atomstrom. Sauber ist er ja, und sobald Herr Anastasiadis und die Schlaumeier der FDP (Lindner, Köhler) einen Vorschlag haben, wie man im Störfall austretende Radioaktivität aufwischt und was man mit dem bisschen radioaktiven Abfall macht, kann es auch schon losgehen. Im Störfall haben wir als Verursacher direkt was davon. Und wenn der nicht eintritt, haben wir wenigstens tickende Zeitbomben in Form von Müllfässern erzeugt, die etwa eine Million Jahre lang scharf sind. Nur zur Erinnerung, es gibt noch kein Endlager! Und selbst, wenn wir meinen, eines gefunden zu haben, kann niemand sagen, wie lange das sicher ist.

Horst Nordmann

Starnberg

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