Der Mensch ist, was er isst

Wir haben es satt; Wir sind satt; Leserforum 15. und 19. Dezember

Da haben zwei Leute aber gründlich aneinander vorbeigeredet: Herr Schachtner hat es satt, dass die bisherige Landwirtschaftspolitik, die in der Presse vielfach beschriebenen negativen Auswüchse nicht begrenzen konnte, sodass es immer wieder zu Skandalen in der Land- und Fischwirtschaft kommt. Was nützt es mir, wenn ich Fleisch und Fisch im Überfluss habe, diese aber mit Schadstoffen belastet sind. Ich will nichts essen, was mich krank macht. Vieles aus der Massentierhaltung macht uns aber krank: Dazu gibt es vielerlei Literatur. Vielleicht kennt Herr Dr. Paschen nicht die heute üblichen Pressionen in den Entwicklungsländern, wo Saatgut- und Gentechnik-Konzerne die örtliche Bevölkerung ruinieren. Hier sollte man sich mal informieren, bevor man beschönigende Leserbriefe schreibt. Herr Dr. Paschen und ich können hier uns das Fleisch und das Gemüse aussuchen, das es anderswo gar nicht mehr gibt. Dass unsere Gesellschaft immer kränker wird, hängt auch und in besonderem Maße mit dem Essen zusammen: Der Mensch ist, was er isst. Die Hühnerhaltung ändert sich langsam, sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die unter widrigsten Bedingung gehaltenen Turbo-Milchkühe sind hoffentlich als nächstes dran. Denn deren Milch ist wertlos. 

Dr. Uwe Erfurth Bad Kohlgrub

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