Der überwiegende Teil ist anständig

Wer denkt an die Opfer?; Leserforum 15. September, Abschiebung nach Afghanistan; Politik, Es muss mehr getan werden, um sexuelle Gewalt zu verhindern; Leserforum 14. September

Nun hat man endlich mal ein paar straffällige Asylbewerber in ihre Heimat abgeschoben und schon gibt es Leute, die dagegen protestieren. Das ist ungeheuerlich und nicht nachzuvollziehen. Es werden Frauen vergewaltigt, Gewalttaten begangen und vieles mehr und da regen sich die Leute auf, dass solche Leute nicht in unserem Land bleiben dürfen. Es wird immer nur über die Täter gesprochen nie über die Opfer. Wer als Asylant in Deutschland ist und alle Annehmlichkeiten in Anspruch nimmt, der muss sich auch an Recht und Ordnung halten. Tut er das nicht und begeht eine Straftat, hat er sein Aufenthaltsrecht verwirkt. Aber die Grünen, die Linken und auch die Kirche stellen sich immer wieder schützend vor diese Leute. Das ist nicht in Ordnung. Die Opfer leiden ein Leben lang. 

Doris Dorsch Weilheim

Die Herren Fichtner und Mühlberger sollten über folgenden Aspekt dieser Statistik auch einmal nachdenken: Wie viele Frauen hatten oder haben überhaupt den Mut, eine Vergewaltigung zur Anzeige zu bringen? Es ist leicht, die Asylanten als Täter an den Pranger zu stellen. Aber wie hoch ist in dieser Statistik die Zahl der Frauen, die den Mut haben/hatten, die Vergewaltigung in der Ehe anzuzeigen? Auf diese Frage hätte ich auch gerne eine Antwort. Schon alleine, um diesen Herren einmal zu zeigen, wie scheinheilig die Welt ist und was eine Statistik aussagt. 

Birgit Gangfuss Ottobrunn

Den Leserbriefen vom 15.9. stimme ich unbedingt zu. Auch ich kann den Protest gegen die Abschiebung von straffälligen Asylbewerbern nicht verstehen. Opferschutz muss vor Täterschutz kommen. Zusätzlich möchte ich zu bedenken geben, dass es auch dem ganz großen Teil der friedlichen Asylbewerbern schadet, wenn wir nicht konsequent gegen die schwarzen Schafe unter ihnen vorgehen. Erstens fällt der schlechte Ruf auf alle Asylbewerber zurück. Wie sollen ehrliche, anständige junge Männer eine Wohnung finden, wenn immer wieder von Vergewaltigung durch Migranten berichtet wird? Zweitens leben die Straftäter in den Flüchtlingsunterkünften Tür an Tür mit den um gute Integration bemühten Flüchtlingen. Diese sind es, die als erste Opfer von Gewalt werden. Ihre Kinder kommen vielleicht durch den Nachbarn mit Drogen in Kontakt. Drittens haben wir schon jetzt in den Helferkreisen nicht genügend Kapazität, um uns ausreichend um diejenigen zu kümmern, die unsere Hilfe brauchen und auch verdienen. An die Protestierenden gewandt möchte ich sagen: Der überwiegende Teil der Flüchtlinge ist anständig. Helft denen! Unterstützt sie beim Deutsch Lernen, beim Finden eines Jobs, helft den Kindern bei den Hausaufgaben! Die Eltern können das nicht. Erklärt ihnen die Gesetze und Gebräuche unseres Landes! Helft ihnen einfach, sich hier im täglichen Leben zurecht zu finden! 

Margreth Schmid Mitglied im Helferkreis Lenggries

Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, gefährliche Körperverletzung und räuberischer Diebstahl, das sind kriminelle Vergehen, die mit Nichts zu entschuldigen sind. Aber wir haben ja bei uns so viele Gutmenschen, die diesen Tätern auch noch Anspruch auf Schutz vor Abschiebungen gewährleisten würden. Tagtäglich liest man in den Zeitungen von sexuellen Übergriffen auf Frauen durch Asylbewerber aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Wer zu solchen Taten fähig ist, hat in Deutschland nichts zu suchen, die Täter müssen entsprechend bestraft und nach Verbüßung der Strafe, konsequent abgeschoben werden. Viele unserer Soldaten sind während ihrer Stationierung in Afghanistan den Gefahren durch die Taliban ausgesetzt, während bei uns die jungen Afghanen in Sicherheit leben. Ich habe vor einigen Jahren bei einer Geburtstagsfeier miterleben müssen, wie ein Bekannter währen der Feier die Nachricht bekam, das sein einziger Sohn, der kurz vor der Hochzeit stand, durch die Taliban ums Leben gekommen ist. Asylsuchende, die bei uns anerkannt sind, sollen auch unseren Schutz usw. in Anspruch nehmen, bis die Sicherheitslage in ihrem Land es zulässt, dort wieder zurückgehen zu können und ihr Land mit unserer Hilfe wieder aufzubauen. Alle anderen Personen müssen unser Land wieder verlassen. Auch sollte man allen Asylbewerbern bei Antragsstellung unmissverständlich klar machen, wer unser Recht und unsere Ordnung durch kriminelle Handlungen missbraucht, wird definitiv abgeschoben, ohne Wenn und Aber. 

Reinhard Paersch Unterschleißheim

An der Abschiebung der acht Afghanen, die wegen schwerer Straftaten, wie Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und schwerer Körperverletzung verurteilt waren, wurde von Pro Asyl und der Linken-Politikerin Jelbke Kritik geäußert. Auch die Diakonie Deutschland meint, auch Täter haben Anspruch auf Schutz. Wer hier Straftaten begeht, ist auch nicht schutzbedürftig und kann abgeschoben werden. Anspruch auf Schutz vor Straftätern haben stattdessen die deutsche Bevölkerung, inklusive der hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund und auch die Asylbewerber, die hier friedlich leben und versuchen sich zu integrieren. Laut Kriminalstatistik sind die meisten Asylbewerber nicht krimineller als die Bevölkerung Deutschlands. Eine Ausnahme bilden die Männer aus den Maghreb- Staaten. Von ihnen wird jeder Zweite straffällig. Unter ihnen sind auch Intensivtäter, die Raub und Diebstahl begehen. Würden die Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer eingestuft, wäre es leichter, diese Täter abzuschieben. Diese Einstufung wird jedoch von den Grünen im Bundesrat blockiert. Oft sind Abschiebungen wegen fehlender Papiere nicht oder nur schwer möglich. Hier rächt es sich, dass man 2015 und 2016 1,2 Millionen Menschen einfach nach Deutschland einreisen ließ, wobei 80 % keine Papiere hatten, oder vorzeigten. Die von der CSU vorgeschlagenen Transitzonen, in denen vor einer Einreise zuerst die Identität der Menschen hätte geprüft werden können, wurde von der SPD abgelehnt. 

Siegfried Schwarz Lenggries

Dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt, wissen wir alle. Aber was tun wir dagegen? Viel haben gewusst, gleich zu Anfang, als man lauter junge Männer aufgenommen hat, dass es nicht gut gehen kann. Viele Flüchtlinge sind von unserer Lebensweise so weit weg wie die Erde zum Mond und somit werden die sich über einen sehr langen Zeitraum nicht anpassen. Bevor ich jetzt wieder in die rechte Ecke geschoben werde, möchte ich sagen, die Meinung, die wir über die Flüchtlinge haben, können wir uns nur, sollten wir nicht selber schon mal Betroffene gewesen sein, durch unsere Medien (ich spreche hier nicht vom Privatfernsehen oder irgendwelchen Schmierenblättern) bilden. Da es sich ja immer mehr häuft, muss ich leider davon ausgehen, dass Deutschland für uns Frauen nicht mehr ganz sicher ist. Also, Frau Merkel, was gedenken Sie zu tun? 

Gabriela Sluzalek Penzberg

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