Warum soll das nicht mehr möglich sein?

Eigene Klassen für Flüchtlingskinder; Leserforum 13. April

Die Separierung der Kinder wird zur erfolgreichen Ghettobildung führen. Es ist uns gelungen in den 50er Jahren gelungen die ungarischen Kinder einzugliedern, auch die vielen Gastarbeiterkinder fanden ihren Platz. Die Kinder der Spätaussiedler aus Russland, die Siebenbürger und die Kinder der Kriegsflüchtlinge aus ehemaligen Jugoslawien gingen in unsere Schulen warum soll das nicht mehr möglich sein. Viele Gemeinden standen bei der Einschulung von türkischen Kindern vor dem Problem, dass diese Kinder – obwohl hier geboren – kein Wort Deutsch sprachen, sie haben es gelöst in dem diese Kinder ein Jahr den deutschen Kindergarten besuchen mussten. Zusätzliche Lehrkräfte für Förderunterricht, Hausaufgabenhilfe und zusätzliche Unterrichtsstunden für alle Kinder die Schwächen in der deutschen Sprache haben, könnten eine Lösung sein. Sicher nicht nur für Asylanten. Vor wenigen Tagen gingen große Proteste gegen eine Schulleiterin durch das Netz, die auf Grund fehlender Fördermöglichkeiten, ein Kind mit Down Syndrom nicht an einen Gymnasium aufnehmen kann, sie muss den Unterricht auch weiterhin auf Höchstleistung fürs Abitur halten zu können. Sie sieht die Möglichkeit der Inklusion nicht als gegeben an. Unbestritten haben uns behinderte Menschen mittlerweile bewiesen, dass sie mehr können, als wir ihnen zutrauen, trotzdem würde die Sonderbehandlung andere Schüler auf ihrem Weg eventuell aufhalten. Berechtigt es dazu, sie auf ihrem Weg zu behindern. Auch dieser Vorgang würde Schüler behindern, trotzdem wird die Aufnahme des deutschen behinderten Kindes vehement gefordert. Trotz erheblicher Sprachschwierigkeiten haben Flüchtlingskinder das Abitur erfolgreich abgelegt, Realschulabschlüsse bestanden, obwohl ihnen der Besuch der Regelschule verwehrt wurde, haben sie ohne einen Tag auf einer deutschen Schule, extern den Quali bestanden. Wenn es ihnen möglich gemacht wird, sind sie fleißige zielstrebige Schüler, bis sie erkennen, man wird ihnen keine Chance geben, dann werden sie zu verzweifelten, Zwangsversagern. 

Edith Thorma Wolfersdorf

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