Schwer belastet

„Rechtsstaatlich“; Leserbriefe 21. Januar

Der Leserbriefschreiber Michael Forster aus München fordert, die Gegner der 3. Start- und Landebahn sollten endlich die rechtsstaatliche Entscheidung zu Gunsten der 3. Start- und Landebahn akzeptieren. Den Gegner fehle jeglicher Respekt. Die Bewohner der Flughafenregion haben den Bau und Betrieb des Flughafens hingenommen, obwohl sie dadurch schwer belastet waren und sind. Sie haben hingenommen, dass nach ein paar Jahren die Nachtflugregelung zu ihren Ungunsten geändert worden ist. Und sie haben auch die gerichtlichen Entscheidungen hingenommen. Oder hat der Leserbriefschreiber irgend eine Gewaltaktion in Erinnerung (anders als in Frankfurt oder Stuttgart)? Der Leserbriefschreiber übersieht, dass sich die gegenwärtigen Proteste an die Eigentümer des Flughafens richten, vor allem an die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern. Trotz der für sie positiven Gerichtsurteile gibt es keine Verpflichtung zum Bau. Und solange eine endgültige Entscheidung seitens des Bauherren nicht getroffen ist, haben die Anwohner des Flughafens und die Betroffenen von einer 3. Start- und Landebahn das Recht – die besonders stark betroffenen Bewohner von Attaching und Berglern im Interesse der nachfolgenden Generationen sogar die Pflicht – Argumente gegen den Bau vorzutragen. Haben nicht die Bewohner der Landeshauptstadt München in einer demokratischen Abstimmung ihren Stadtrat verpflichtet, als einer der drei Gesellschafter gegen den Bau der 3. Start- und Landebahn zu votieren?

Herbert Knur Berglern

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