Leserbriefe

Abschaltung wäre Rückschritt für ganz Deutschland

Sabine Dobel: Radioaktives C-14 in Garching ausgetreten; Bayern 18. Mai

Nach der versehentlichen Freisetzung von Radioaktivität am Garchinger Forschungsreaktor werden erneut die Stimmen laut, welche nach der Abschaltung der umstrittenen Anlage rufen. Natürlich ist ein solcher Vorfall keineswegs gutzuheißen und muss definitiv Konsequenzen in Form von schärferen Kontrollen nach sich ziehen, jedoch ist die Art und Weise, wie dieses Vorkommnis durch Politiker der Grünen ausgeschlachtet wird, fern jeglicher Realität. Eine Abschaltung der Anlage und damit eines der wichtigsten Forschungszentren der ganzen Welt für Medizin (Forschung an Corona), Magnetismus, Batterietechnik, Archäologie und vielen weiteren Gebieten wäre ein Rückschritt für ganz Deutschland. Zudem wären in diesem Falle auch viele Krebspatienten ohne ihre dringend benötigte Medizin (Radiopharmaka), welche nur an solchen Anlagen wie dem Garchinger Reaktor hergestellt werden kann. Daher ist es ein vollkommener Unsinn und eine gnadenlos politisierte Forderung, den Betrieb dieses Reaktors aufgrund eines Vorkommnisses einzustellen, welches nur die direkte Umgebung mit der Stärke von nicht einmal einer einzigen Röntgenaufnahme beim Zahnarzt betroffen hat.

M. Sc. Johannes Gallitscher

Neufahrn b. Freising

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