Nicht alle Afghanen 

Carina Zimniok und Jürgen Ruf: Eine Stadt in Unruhe; Im Blickpunkt 7. Dezember

Sehr geehrter Herr Scheuer, bitte richten Sie Ihrem Chef aus, dass er bei der nächsten Wahl einen langjährigen treuen CSU-Wähler verliert. Ich fühle mich für dumm verkauft. Ihr Herr Seehofer klüngelt wieder mit Frau Merkel. Er besteht auf einer Obergrenze der Flüchtlingszahlen, um die Wähler die zur AfD abwandern wollen abzufischen und Frau Merkel lehnt nach wie vor die Obergrenze ab, um die sog. Gutmenschen zu erreichen. Eine tolle Wahl-Taktik! Ihr Herr Seehofer hat bisher keine seiner Drohungen gegen Merkel wahr gemacht. Jetzt verschiebt er auch noch seine Forderung nach einer Obergrenze auf das Jahr 2017, mit einer ganz fadenscheinigen Begründung. Ich bin mir sicher: Nach der Wahl wird von einer Obergrenze keine Rede mehr sein. Ich verzichte deshalb schweren Herzens darauf wieder CSU zu wählen.

 Johannes R. M. Christl Seeshaupt

Der Mord von Freiburg schlägt Wellen. Berichten das Fernsehen und andere Medien bewusst nicht oder nur einseitig über Verbrechen, die von Migranten begangen wurden, um die angebliche Ausländerfeindlichkeit unserer Bevölkerung nicht anzuheizen? Sollte dieser Gedanke dabei Pate stehen, so ist er zunächst gut gemeint und verständlich. Nur – das Volk ist nicht so unbedarft, wie man es gerne sehen würde. Im Zeitalter des Internets werden verschwiegene oder verdrehte Tatsachen in Windeseile kommentiert und richtiggestellt – andererseits leider oft natürlich auch falsch wiedergegeben. Wenn der Täter von Freiburg afghanischer Flüchtling war, wird kein vernünftiger Mensch alle afghanischen Bürger für die Untat verantwortlich machen. Was sollen also in diesem und ähnlichen Fällen die permanenten Hinweise unserer Politiker, es handle sich um Einzeltäter, die wohl psychisch krank seien? Warum ist der Hinweis nicht erlaubt, ohne Merkels Grenzöffnung seien manche Subjekte nicht hier? Warum werden Kritiker als „Populisten“ oder „Rechtsradikale“ beschimpft? Merkwürdigerweise sind aber im umgekehrten Falle Angriffe auf Migranten keine „Einzelfälle“. Wenn ein Asylbewerberheim brennt, bemühen sich bestimmte Kreise sofort, die deutschlandweite „Ausländerfeindlichkeit“ hervorzustreichen. Genauso wenig wie eine Million Flüchtlinge für die Untaten einzelner verantwortlich gemacht werden kann, kann man 80 Millionen Deutsche für einige rechtsradikale Spinner verantwortlich machen und einen Teil von ihnen als Pack beschimpfen. O

tto Kellermann Moosinning

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