Das wahre Gesicht der Afd

Es ist unerträglich und zugleich das wahre Gesicht der AfD, Herrn Gaulands, dass man einen deutschen Nationalspieler derart verunglimpft. Ich bin wirklich kein FCB-Fan aber ein unbändiger Fußballanhänger, man kann sich namens Andersdenkender nur bei Ihm entschuldigen und sagen, lieber Herr Boateng, Sie sind uns wie alle anderen „Fremden“ in unserem Land herzlich und aufrichtig Willkommen. Wir hoffen insbesondere, dass wir uns miteinander Wohlfühlen und gut zusammenleben können. Zugleich danke ich allen, die diese Ansicht teilen. Schließen möchte ich mit den goldenen Worten unserer Kanzlerin: „Wir schaffen das!“, davon bin ich persönlich überzeugt und dafür will ich meine ganze Schaffenskraft einsetzen.

Manfred Bauer Miesbach

 

 

Ich finde die Hysterie hinsichtlich der AfD unglaublich. Das bringt ihr mehr Aufmerksamkeit, als sie verdient. Außerdem, was hat Herr Gauland eigentlich gesagt, was nicht zutrifft: Wenn jemand schwarz und berühmt ist, dann will jeder mit ihm zu tun haben. Andernfalls gibt es eine ganze Menge Leute, die Schwarze nicht neben sich wohnen haben möchten. Das ist die Realität.

 Christine Hoffmann Bernried am Starnberger See

 

 

Könnten Herr Gauland und seine Parteifreunde von der AfD künftig nur in ihrem eigenen Namen sprechen, anstatt davon, was die Leute wollen bzw. nicht wollen? Als Teil dieser Leute möchte ich nicht, dass er letztendlich auch in meinem Namen Dinge äußert, die ich nicht vertrete. Jedem in unserem Land wird eine eigene Meinung zugestanden – auch ihm und seiner Partei. Aber das sollte dann eben nur die jeweils eigene Meinung sein.

Rotraud Oechsler Miesbach

 

Die auf Ihrer Titelseite veröffentlichte Darstellung der Elf des kanadisch-italienischen Komikers und Autors Luke Mockridge finde ich nicht sehr gelungen. Unterstellt sie doch indirekt, dass wir Ethnisch-Deutschen scheinbar nicht mehr in der Lage wären, eine eigene Nationalmannschaft aufzustellen und Zuwanderung brauchen. Auch eine solche Unterstellung stellt eine Art Diskriminierung dar. Die dazugehörige Rechnung (11 von 27 Spielern haben einen Migrationshintergrund) lässt in mir den Verdacht reifen, dass einmal mehr in der Geschichte der Sport für politischen Zwecke missbraucht wird. Nicht nur die vermeintliche Aussage von Herrn Gauland ist möglicherweise verwerflich, auch ein solcher Missbrauch wäre es. Interessant ist in diesem Zusammenhang wiederum, dass inzwischen von der Mannschaft und nicht mehr von der Nationalmannschaft die Rede ist. Nation kommt vom lateinischen natio = Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse, Schar und bezeichnet laut Wikipedia größere Gruppen oder Kollektive von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Tradition, Sitten, Bräuche oder Abstammung zugeschrieben werden. Das war bisher die Basis von Nationalmannschaften. Aus meiner Sicht wäre Integration gelungen, wenn Migranten sich unserer Nation zugehörig fühlen würden und dies dann beispielsweise durch das Singen der Nationalhymne vor dem Länderspiel unter Beweis stellen würden.

Thomas Lautenschlager Olching

 

 

Niemand kann sich aus- suchen, mit welcher Hautfarbe er geboren wird; Leserbriefe 1. Juni, Heinrich Lemer: Gaulands Eigentor; Kommentar 31. Mai

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